Fünf Grundsätze für den Englischunterricht für Kinder in der Schule und daheim von Max Azarov Wie können Sie Ihrem Kind helfen, Englisch zu lernen, ohne dass es das Interesse und die Motivation verliert? “Gestalten Sie den Lernprozess als spannendes Spiel; noch besser wäre es, dieses Spiel gemeinsam mit Ihrem Kind zu spielen”, empfiehlt Max Azarov, […]
Englisch lernen für Kinder: Warum jedes Kind anders lernt
- Warum lernt nicht jedes Kind gleich schnell Englisch?
- Welche Rolle spielt der Lerntyp beim Englisch lernen für Kinder?
- Wann Eltern sich Sorgen machen sollten – und wann nicht
- Warum Vergleiche nicht helfen
- Wie lernen Kinder Englisch am besten? Bewährte Aktivitäten für zuhause
- Fazit
- Jedes Kind lernt Englisch in seinem eigenen Tempo und auf seine eigene Art – Vergleiche mit anderen Kindern bringen wenig.
- Das Alter zwischen 3 und 6 Jahren gilt als besonders günstig, um unbefangen eine neue Sprache zu lernen
- Lerntyp, Persönlichkeit und Umfeld beeinflussen, wie schnell und wie leicht Ihr Kind Englisch lernt.
- Am wichtigsten: Methoden nach Lerntyp und Interessen auswählen und dafür sorgen, dass Lernen Spaß macht.
- Mit individueller Begleitung – zum Beispiel im 1:1-Unterricht – lässt sich auf Tempo und Lerntyp jedes Kindes eingehen.

Kinder lernen Englisch unterschiedlich – jedes Kind lernt auf seine eigene Weise und in seinem eigenen Tempo. Während manche Kinder schnell anfangen zu sprechen, brauchen andere zunächst mehr Zeit, um Sprache zu verstehen und Sicherheit zu entwickeln. Diese Unterschiede sind ganz normal und hängen von vielen Faktoren wie Alter, Persönlichkeit und Sprachumgebung ab.
Viele Eltern fragen sich deshalb, warum bestimmte Lernaktivitäten bei einem Kind gut funktionieren, bei einem anderen aber kaum Wirkung zeigen oder warum Fortschritte so unterschiedlich ausfallen.
In diesem Artikel erfahren Sie, warum Kinder so unterschiedlich Englisch lernen und wie Sie Ihr Kind im Alltag bestmöglich unterstützen können – ohne Druck und ohne Vergleiche.
Warum lernt nicht jedes Kind gleich schnell Englisch?
Manche Kinder formulieren nach wenigen Wochen bereits erste einfache Sätze auf Englisch, andere brauchen deutlich länger, bis sie sich trauen, das erste Wort laut auszusprechen. Das hat nichts mit „besser“ oder „schlechter“ zu tun. Faktoren wie Sprachgefühl, Persönlichkeit (schüchtern oder mutig), Vorerfahrung mit Fremdsprachen und wie viel Kontakt zur Sprache im Alltag besteht, sind ausschlaggebend.
Auch das Alter spielt beim Englisch lernen für Kinder eine Rolle, wenn auch keine so entscheidende, wie oft angenommen. Fakt ist jedoch: Je früher Kinder mit einer Sprache in Kontakt kommen, desto unbefangener nehmen sie sie auf – besonders zwischen 3 und 6 Jahren.
Das hat handfeste Vorteile: Frühes Englischlernen wird mit einer besseren Gedächtnisleistung in Verbindung gebracht, und zweisprachig aufwachsende Kinder gelten häufig als kreativer und lösungsorientierter im Denken. Das bedeutet aber nicht, dass ältere Kinder oder Jugendliche im Nachteil sind: Sie lernen oft strukturierter und bewusster.
Wenn Sie genauer verstehen möchten, welche konkreten Gründe hinter unterschiedlichen Lerntempi stecken und wie sich Alter, Kontakthäufigkeit und Umfeld auf die Lerndauer auswirken, lesen Sie gerne unseren Artikel zum Thema, warum Kinder unterschiedlich schnell Englisch lernen.
Welche Rolle spielt der Lerntyp beim Englisch lernen für Kinder?
Neben dem Tempo unterscheidet sich auch, wie Kinder am liebsten lernen. Manche Kinder sind eher visuelle Lerner und merken sich Vokabeln über Bilder und Zeichentrickfilme. Andere lernen auditiv – über Hör-Seh-Verstehen, Lieder und Wiederholungen. Wieder andere brauchen Bewegung und Spielen, um sich Sätze und Wörter einzuprägen.
Diese Lerntypen sind kein starres Schema, sondern eine Orientierung: Die meisten Kinder kombinieren mehrere Zugänge. Für Eltern ist es hilfreich zu wissen, welcher Lerntyp bei ihrem Kind im Vordergrund steht, um Aktivitäten und Materialien gezielter auszuwählen – zum Beispiel mehr Lieder statt Arbeitsblättern, oder mehr Spiele statt reinem Zuhören.
Machen Sie gerne unseren Kurz-Check dazu: Welcher Lerntyp ist mein Kind?
Wann Eltern sich Sorgen machen sollten – und wann nicht
Die meisten Unsicherheiten von Eltern sind unbegründet. Ihr Kind spricht nach einem Jahr Unterricht noch nicht flüssig? Versteht mehr, als es sagt? Mischt Deutsch und Englisch in einem Satz? Das ist normal und Teil des Sprachenlernens – kein Warnsignal.
Aufmerksam werden sollten Sie eher, wenn Ihr Kind über einen längeren Zeitraum jegliches Interesse verliert, sich beim Englischlernen sichtlich unwohl oder gestresst fühlt, oder wenn auch im Deutschen (bzw. der Muttersprache) auffällige Sprachschwierigkeiten bestehen. Die Ursachen dafür können ganz unterschiedlich sein – von fehlender Motivation über Lernlücken bis hin zu ADHS oder einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS). In solchen Fällen kann ein Gespräch mit der Lehrkraft oder – bei allgemeinen Sprachauffälligkeiten – mit einer Fachstelle sinnvoll sein.
Für den überwiegenden Teil der Kinder gilt jedoch: Geduld und ein entspannter Umgang mit Fehlern sind die beste Unterstützung, die Sie geben können.
Wenn Sie tiefer verstehen möchten, welche Ursachen hinter Schwierigkeiten mit Englisch stecken können, lesen Sie gerne unseren Beitrag: Mein Kind hat Probleme mit Englisch – was kann ich tun?
Warum Vergleiche nicht helfen
„Der Sohn von Freunden spricht schon ganze Sätze, mein Kind noch nicht“ – dieser Gedanke ist nachvollziehbar, aber wenig hilfreich. Zwei Kinder im selben Alter können völlig unterschiedliche Lernvoraussetzungen haben: unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedlich viel Sprachkontakt im Alltag, unterschiedliche Lerntypen.
Vergleiche setzen Kinder zudem unnötig unter Druck – und Druck ist beim Sprachenlernen eher hinderlich als förderlich. Kinder, die sich beim Sprechen unsicher fühlen, trauen sich seltener, Fehler zu machen. Fehler sind aber ein ganz normaler und notwendiger Teil des Lernprozesses.
Noch schwerer wiegt ein anderer Effekt: Ständige Vergleiche können auf Dauer am Selbstwertgefühl Ihres Kindes nagen. Wenn Kinder das Gefühl bekommen, „nicht gut genug“ zu sein, so wie sie gerade sind, wirkt sich das nicht nur aufs Englischlernen aus, sondern auf ihr Selbstvertrauen insgesamt.
Hilfreicher als der Vergleich mit anderen Kindern ist der Blick auf die eigene Entwicklung Ihres Kindes: Was konnte es vor drei Monaten noch nicht, was heute schon?
Wie Sie das Selbstvertrauen Ihres Kindes beim Englischsprechen gezielt stärken können, zeigt unser Beitrag: So helfen Sie Ihrem Kind, selbstbewusst Englisch zu sprechen.
Wie lernen Kinder Englisch am besten? Bewährte Aktivitäten für zuhause
Es gibt nicht die eine beste Methode, um Englisch zu lernen – es gibt die beste Methode für Ihr Kind. Der wichtigste Tipp vorab: Wählen Sie Aktivitäten passend zum Lerntyp und zu den Interessen Ihres Kindes aus. Ein fußballbegeistertes Kind merkt sich englische Begriffe rund um Sport oft müheloser als abstrakte Vokabellisten. Ein Kind, das gerne singt, profitiert besonders von Liedern. Und ein bewegungsfreudiges Kind lernt oft am besten im Spiel, nicht am Tisch.
Wichtiger als die „richtige“ Methode ist ohnehin ein anderer Faktor: Lernen soll Spaß machen. Kinder, die Englisch mit positiven Gefühlen verbinden, bleiben von selbst dran – und genau diese Regelmäßigkeit entscheidet langfristig über den Lernerfolg, nicht die perfekte Lernmethode.
Die folgenden Aktivitäten haben sich bewährt und lassen sich leicht an Lerntyp und Interessen anpassen:
- Englische Lieder fördern Aussprache und Gedächtnis durch Rhythmus und Wiederholung – ideal für auditive Lerntypen und musikbegeisterte Kinder.
- Englische Geschichten und Bilderbücher helfen, Klang und Struktur der Sprache intuitiv zu verstehen – besonders geeignet für Kinder, die gerne zuhören oder sich Bilder gut merken.
- Interaktive Spiele nehmen den Druck heraus, „richtig“ antworten zu müssen und eignen sich gut für bewegungsfreudige oder spielerisch veranlagte Kinder.
- Lern-Apps fördern den Wortschatz spielerisch und lassen sich gezielt nach Interessen auswählen (Tiere, Fahrzeuge, Alltag) – wichtig ist, dass Alter und Niveau passen.
- Zeichentrickfilme auf Englisch trainieren nebenbei das Hör-Seh-Verstehen, besonders bei Serien, die Ihr Kind schon auf Deutsch kennt und liebt.
- Lernvideos, z. B. auf dem Novakid-YouTube-Kanal, ermöglichen Kindern Englisch in einem vertrauten, unterhaltsamen Format zu lernen – von Vokabeln bis Grammatik.
Zum Beispiel dieses Video, in dem Kinder die Uhrzeiten auf Englisch lernen:
Am Ende zählt weniger, welche Aktivität Sie wählen, sondern dass Ihr Kind dabei Freude hat und regelmäßig – auch in kleinen Dosen – mit der Sprache in Kontakt kommt.
Wie Sie diese Bausteine gezielt fürs Vokabellernen nutzen, zeigt unser Beitrag: Englisch-Vokabeln lernen: So behalten Kinder neue Wörter dauerhaft.
Fazit
Jedes Kind bringt seine eigenen Voraussetzungen mit, wenn es Englisch lernt – Alter, Persönlichkeit, Lerntyp und Umfeld spielen alle eine Rolle. Genau deshalb sollten Kinder individuell Englisch lernen können, statt nach der einen perfekten Methode zu suchen: mit Liedern, Geschichten und Spielen, die zu ihren Interessen passen, und vor allem mit Geduld statt Vergleichen. Der Aufwand lohnt sich: Englisch ist heute in rund 60 Ländern offizielle Sprache – gute Englischkenntnisse öffnen Ihrem Kind buchstäblich die Welt.
So individuell, wie Ihr Kind lernt, sollte auch der Unterricht sein – das lässt sich in einer Klasse mit 20 Kindern kaum leisten, aber gezielt in kleinen Gruppen oder im 1:1-Unterricht. Genau hier setzt Novakid an: Unsere Lehrkräfte arbeiten mit jedem Kind einzeln – abgestimmt auf Alter, Lerntyp und Tempo, mit vielen Spielen, Liedern und einer Prise Struktur, aber ohne starre Regeln.
Neugierig, wie das für Ihr Kind aussehen könnte? Vereinbaren Sie jetzt eine kostenlose Probestunde bei Novakid und erleben Sie den individuellen Unterricht live.
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Questions and answers
Es gibt keinen „zu frühen“ Zeitpunkt. Besonders zwischen 3 und 6 Jahren lernen Kinder Sprachen unbefangen und spielerisch. Aber auch Grundschulkinder und Jugendliche machen mit der richtigen Methode gute Fortschritte.
Lerntempo ist sehr individuell und hängt von Persönlichkeit, Vorerfahrung und Lernumgebung ab. Ein langsameres Tempo ist kein Grund zur Sorge, sondern normal.
Das kommt auf den Lerntyp an: visuell, auditiv oder eher bewegungsorientiert. Die meisten Kinder profitieren von einer Mischung aus Liedern, Geschichten, Spielen und regelmäßigem Sprechen.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Perfektion: englische Lieder hören, Bilderbücher anschauen, gemeinsam einfache Sätze sprechen oder englischsprachige Zeichentrickfilme schauen.
Ja – besonders im 1:1-Format, das individuell auf Alter und Lerntempo eingeht. Kinder profitieren von der direkten Aufmerksamkeit einer Lehrkraft und dem spielerischen, druckfreien Rahmen.
Am besten lernen Kinder Englisch spielerisch und passend zu ihrem Lerntyp – etwa mit Liedern, Geschichten, Spielen oder kurzen Lernvideos. Entscheidend ist weniger die perfekte Methode als regelmäßiger, entspannter Kontakt mit der Sprache.
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