Ist Englisch im Kindergarten sinnvoll? Erfahren Sie, wann ein bilingualer Kindergarten wirklich funktioniert und worauf Eltern achten sollten.
Welcher Lerntyp ist mein Kind? So lernen Kinder Englisch am besten
- Was sind Lerntypen überhaupt?
- Was sagt die Wissenschaft zu Lerntypen?
- Welcher Lerntyp ist mein Kind? Der Test zum Selbermachen
- Praktische Lernstrategien für jeden Lerntyp
- Wie Novakid verschiedene Lerntypen im Englischunterricht berücksichtigt
- Es gibt drei zentrale Lernkanäle: visuell, auditiv und kinästhetisch – dazu kommt oft der kommunikative Lerntyp als Ergänzung
- Ein einfacher Test im Alltag verrät oft schon viel über den Lerntyp Ihres Kindes
- Visuelle Lerntypen lernen am besten mit Bildern und Grafiken, auditive durch Zuhören, kinästhetische durch Bewegung – kommunikative durch Austausch
- Die Wissenschaft sieht das klassische Lerntypen-Modell kritisch – trotzdem helfen die Kategorien, Lerninhalte abwechslungsreich zu gestalten
- Novakid kombiniert im Online-Unterricht gezielt mehrere Lernkanäle, damit jedes Kind seinen Zugang zur englischen Sprache findet

Der Lerntyp Ihres Kindes – ob visuell, auditiv, kinästhetisch oder kommunikativ – lässt sich am besten durch gezielte Beobachtung im Alltag und einen einfachen Lerntypentest herausfinden, den wir Ihnen weiter unten Schritt für Schritt vorstellen.
Vielleicht kennen Sie das: Ihr Kind sitzt über den Englisch-Vokabeln und kommt einfach nicht weiter – während es sich Liedtexte oder Dialoge aus der Lieblingsserie mühelos merkt. Oder umgekehrt: Bei Vokabelkarten mit bunten Bildern blüht es plötzlich auf. Das hat oft etwas mit dem individuellen Lerntyp zu tun.
In diesem Artikel erfahren Sie, welche Lerntypen es gibt, wie Sie den Lerntyp Ihres Kindes erkennen und wie Sie das Englischlernen optimal darauf abstimmen.
Was sind Lerntypen überhaupt?
Lerntypen oder Lernstile beschreiben, über welche Sinnesorgane und Wahrnehmungskanäle ein Mensch Informationen am leichtesten aufnimmt und verarbeitet. Das Konzept wurde vor allem durch den deutschen Biochemiker Frederic Vester bekannt, der davon ausging, dass jeder Mensch einen bevorzugten Lernkanal hat – zum Beispiel die Augen, die Ohren oder die Hände.
Die moderne Pädagogik unterscheidet meist drei sensorische Hauptkanäle:
- Visueller Lerntyp: lernt am besten durch Sehen
- Auditiver Lerntyp: lernt am besten durch Hören
- Kinästhetischer Lerntyp: lernt am besten durch Bewegung und praktisches Ausprobieren
Daneben gibt es noch eine weitere, oft ergänzende Lernvorliebe: den kommunikativen Lerntyp, der am besten im Gespräch und Austausch mit anderen lernt. Dieser zeigt sich häufig zusätzlich zu einem der drei sensorischen Kanäle – ein Kind kann also zum Beispiel visuell und kommunikativ sein.
In der Praxis ist es selten so eindeutig: Die meisten Kinder sind Mischtypen und nutzen je nach Situation unterschiedliche Lernkanäle für den Lernprozess. Der Lerntyp-Test ist trotzdem wertvoll – er hilft Ihnen zu verstehen, welche Methoden Ihrem Kind besonders leichtfallen.
Was sagt die Wissenschaft zu Lerntypen?
Fast 90 % der Lehrkräfte glauben laut Studien an das Lerntypen-Modell – und setzen es im Unterricht auch bewusst ein. Gleichzeitig sehen viele Lernpsycholog:innen das klassische Modell heute kritisch: Es gibt bislang keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege dafür, dass Kinder automatisch besser lernen, wenn der Lernstoff exakt auf einen einzelnen „Lerntyp“ zugeschnitten wird.
Was aber gut belegt ist: Abwechslung beim Lernen hilft. Wenn Lerninhalte über mehrere Sinneskanäle gleichzeitig vermittelt werden – also zum Beispiel hören, sehen und gleichzeitig sprechen oder mitmachen – bleibt mehr im Gedächtnis hängen. Die Einteilung in Lerntypen ist also weniger eine strikte Schublade, sondern eher ein nützliches Werkzeug: Sie hilft zu verstehen, wie Ihr Kind Informationen besonders gerne aufnimmt, und das Lernen entsprechend angenehmer zu gestalten.
Welcher Lerntyp ist mein Kind? Der Test zum Selbermachen
Mit ein paar gezielten Beobachtungen im Alltag bekommen Sie schon ein gutes Gefühl für den Lerntyp Ihres Kindes. Gehen Sie die folgenden Fragen gemeinsam mit Ihrem Kind durch oder beobachten Sie es beim Lernen, Spielen und im Alltag. Zählen Sie am Ende, bei welcher Antwortgruppe (A, B oder C) die meisten Kreuze stehen.
- Wie merkt sich Ihr Kind neue englische Wörter am besten?
A) Durch Bilder, Farben oder das Lesen
B) Durch Hören und Nachsprechen
C) Durch Bewegung oder aktives Tun - Was macht Ihrem Kind beim Englischlernen am meisten Spaß?
A) Bilderbücher, Videos oder Lernkarten
B) Lieder, Geschichten oder Hörspiele
C) Spiele, Rollenspiele oder Bewegungsspiele - Wie erklärt Ihr Kind am liebsten neue Dinge?
A) „Ich zeig’s dir“ – mit Bildern oder Zeichnungen
B) „Ich sag’s dir“ – durch Sprache und Erklären
C) „Ich mach’s dir vor“ – durch Handlung - Wobei bleibt Ihr Kind am längsten konzentriert?
A) Beim Anschauen von Bildern oder Videos
B) Beim Hören von Geschichten oder Liedern
C) Beim aktiven Mitmachen oder Spielen - Wie reagiert Ihr Kind auf englische Lieder?
A) Es merkt sich den Text besser, wenn es ihn sieht
B) Es singt schnell mit oder hört gerne zu
C) Es bewegt sich oder tanzt dazu
Zählen Sie nun aus, welche Antwort am häufigsten vorkam, und lesen Sie direkt weiter, was das für das Englischlernen Ihres Kindes bedeutet:
Überwiegend A: Ihr Kind ist eher der visuelle Lerntyp
Visuelle Lerntypen nehmen Informationen vor allem über die Augen auf. Sie profitieren von Grafiken, Diagrammen, Mindmaps und farbigen Markierungen. Beim Englischlernen helfen Ihrem Kind besonders:
- Bunte Vokabelkarten mit Bildern statt reinem Text
- Mindmaps zu Themen wie „Animals“ oder „Family“
- Englische Kinderserien oder Videos mit Untertiteln
- Farbcodierte Notizen und Skizzen zu Grammatikregeln
Überwiegend B: Ihr Kind ist eher der auditive Lerntyp
Auditive Lerntypen lernen am besten durch Zuhören. Mündliche Erklärungen, Melodien und Gespräche bleiben bei ihnen besonders gut hängen. Für Ihr Kind eignen sich:
- Englische Lieder und Reime zum Vokabellernen
- Hörspiele und Podcasts in einfachem Englisch
- Lautes Vorlesen und Nachsprechen
- Mündliche Erklärungen einer Lehrkraft, statt nur Texte zu lesen
Überwiegend C: Ihr Kind ist eher der kinästhetische Lerntyp
Kinästhetische Lerntypen lernen durch praktische Übungen, Bewegung und Ausprobieren. Stillsitzen und nur zuhören fällt ihnen oft schwer. Gut geeignet sind:
- Rollenspiele auf Englisch, z. B. „Im Restaurant“ oder „Beim Einkaufen“
- Bewegungsspiele, bei denen englische Begriffe erarbeitet werden
- Englisch lernen mit allen Sinnen – etwa beim Kochen, Basteln oder Theaterspielen
- Kurze Lernphasen mit viel Abwechslung statt langem Stillsitzen am Tisch
Gleichmäßig verteilt? Dann ist Ihr Kind ein Mischtyp – das ist sogar die häufigste Variante. Am besten kombinieren Sie dann einfach Methoden aus mehreren Kategorien.
Zusätzlich beobachtet: Lernt Ihr Kind gerne im Gespräch?
Manche Kinder zeigen, unabhängig vom Testergebnis, noch eine weitere Lernvorliebe: das Lernen im Austausch mit anderen Menschen. Stellt Ihr Kind viele Fragen, erklärt es Gelerntes gerne weiter oder lernt es sichtbar besser in der Gruppe statt allein? Dann hat es zusätzlich Merkmale des kommunikativen Lerntyps – oft in Kombination mit einem der drei Kanäle oben. Für diese Kinder eignen sich besonders:
- Sprechpraxis und Dialoge mit Muttersprachlern oder Mitschülern
- Diskussionen über einfache Themen auf Englisch
- Gemeinsame Lerngruppen, in denen Vokabeln gegenseitig abgefragt werden
- Lernpartnerschaften, bei denen das Kind anderen etwas erklärt
Tipp: Noch mehr Lernmethoden für jeden Lerntyp finden Sie in unserem Artikel: 10 Methoden, mit denen Kinder erfolgreich Englisch lernen.
Praktische Lernstrategien für jeden Lerntyp
Unabhängig vom Lerntyp gibt es ein paar Lernstrategien, die jedem Kind beim Englischlernen helfen:
- Lernstoff in kleine Häppchen aufteilen: Kurze, regelmäßige Lerneinheiten sind effektiver als lange Lernmarathons. Die Pomodoro-Technik (z. B. 20 Minuten lernen, 5 Minuten Pause) eignet sich gut für viele Kinder
- Mehrere Sinneskanäle kombinieren: Auch wenn Ihr Kind einen klaren Lerntyp hat, lohnt es sich, verschiedene Methoden zu mischen – das festigt das Gedächtnis zusätzlich
- Reflexion einbauen: Fragen Sie Ihr Kind ab und zu, welche Lernmethode ihm am meisten Spaß gemacht hat. Diese Reflexion über das eigene Lernverhalten hilft, die passenden Lernstrategien gezielt weiterzuentwickeln
- Lerngruppen oder Lernpartner einbeziehen: Gerade kommunikative und kinästhetische Lerntypen profitieren vom Austausch mit anderen Kindern
Wie Novakid verschiedene Lerntypen im Englischunterricht berücksichtigt
Im Online-Englischunterricht von Novakid sprechen muttersprachliche Lehrkräfte gezielt mehrere Sinneskanäle gleichzeitig an, statt sich auf eine einzige Methode zu beschränken:
- Für visuelle Lerntypen: bunte, spielerische Lernmaterialien und die Game World mit Bildern, Symbolen und visuellem Feedback
- Für auditive Lerntypen: ständiger Sprachkontakt mit der Lehrkraft, Lieder und mündliche Erklärungen direkt im Unterricht
- Für kinästhetische Lerntypen: interaktive, spielerische Übungen, bei denen Kinder aktiv mitmachen statt nur zuzuhören
- Für kommunikative Lerntypen: die Konversationsgruppen, in denen Kinder mit Gleichaltrigen aus verschiedenen Ländern der Welt Englisch sprechen und sich austauschen
So findet jedes Kind einen Zugang zur Sprache – unabhängig davon, ob es eher über Bilder, Klang, Bewegung oder Gespräche lernt.
Warum jedes Kind Englisch anders lernt – und was das für Ihren Lernalltag bedeutet – lesen Sie in unserem Artikel „Englisch lernen für Kinder: Warum jedes Kind anders lernt“.
Fazit: Den Lerntyp kennen, das Lernen erleichtern
Den Lerntyp Ihres Kindes zu kennen, ist kein Wundermittel – aber ein hilfreiches Werkzeug, um den Lernalltag angenehmer und effektiver zu gestalten. Egal, ob visueller, auditiver, kinästhetischer oder kommunikativer Lerntyp (oder eine Mischung daraus): Beim Englischlernen profitieren alle Kinder davon, wenn Hören, Sehen, Sprechen und Ausprobieren zusammenkommen.
Genau das bietet die Online-Englischkurse von Novakid: spielerisch, abwechslungsreich und auf das jeweilige Kind zugeschnitten. Testen Sie es unverbindlich selbst – mit einer kostenlosen Probestunde bei Novakid und erleben Sie, wie viel Spaß Englischlernen machen kann, wenn es zum Lerntyp Ihres Kindes passt.
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Questions and answers
Die moderne Pädagogik unterscheidet meist drei sensorische Hauptkanäle: visuell, auditiv und kinästhetisch. Dazu kommt oft noch der kommunikative Lerntyp als ergänzende Lernvorliebe. Die meisten Kinder sind jedoch Mischtypen und nutzen mehrere Lernkanäle gleichzeitig.
Am einfachsten gelingt das durch Beobachtung im Alltag: Wie merkt sich Ihr Kind neue Informationen am liebsten? Zusätzlich hilft ein kurzer Lerntypentest, wie Sie ihn in diesem Artikel finden, um erste Tendenzen zu erkennen.
Das klassische Lerntypen-Modell wird in der Wissenschaft mittlerweile kritisch diskutiert. Es gibt keine eindeutigen Belege dafür, dass Lernen nach starrem Lerntyp automatisch bessere Ergebnisse bringt. Trotzdem helfen die Kategorien, den Lernalltag abwechslungsreicher zu gestalten.
Das ist völlig normal – die meisten Kinder zeigen Merkmale mehrerer Lerntypen. In diesem Fall lohnt es sich besonders, verschiedene Lernmethoden zu kombinieren.
Im Online-Unterricht von Novakid werden mehrere Sinneskanäle gleichzeitig angesprochen: aktives Sprechen, visuelle Lernmaterialien, spielerische Elemente und der Austausch mit anderen Kindern in den internationalen Konversationsgruppen. So findet jedes Kind seinen Zugang zur englischen Sprache.
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