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Wissenschaft 7 min

Englisch lernen mit ADHS: So klappt das Vokabellernen für Kinder und Jugendliche

Inhaltsverzeichnis
  1. Was ist ADHS – und warum macht es das Fremdsprachenlernen schwerer?
  2. Die Stärken von ADHS: Hyperfokus und Kreativität gezielt nutzen
  3. Was im ADHS-Gehirn beim Lernen passiert – und warum das Ihre Strategie verändert
  4. 12 wirksame Tipps: Englisch lernen mit ADHS
  5. Wie Kinder mit ADHS bei Novakid Englisch lernen
  6. Fazit: Englisch lernen mit ADHS – auf den richtigen Ansatz kommt es an
Kurz & Knapp
  • Kurze Lerneinheiten von 10–15 Minuten sind für Kinder mit ADHS deutlich effektiver als lange Lernmarathons – Qualität schlägt Quantität
  • Multisensorisches Lernen mit Bildern, Bewegung, Gesang und Gesten verankert Vokabeln nachhaltig im Gedächtnis
  • Persönliche Interessen als Lernthema aktivieren den Hyperfokus und machen Englischlernen intrinsisch motivierend
  • Lob für Anstrengung – nicht nur für Ergebnisse – stärkt Selbstwertgefühl und Motivation langfristig
  • Die enge Zusammenarbeit zwischen Eltern, Kind und Lehrkraft ist einer der wirksamsten Hebel für nachhaltigen Lernerfolg

Englisch lernen mit ADHS ist möglich – es braucht nur die richtigen Methoden. Wer versteht, wie das ADHS-Gehirn funktioniert und welche Lernstrategien dazu passen, kann erstaunliche Fortschritte erzielen. 

In diesem Artikel erfahren Sie, warum Englischlernen mit ADHS besondere Herausforderungen mit sich bringt – und wie Sie und Ihr Kind diese Schritt für Schritt meistern.

Was ist ADHS – und warum macht es das Fremdsprachenlernen schwerer?

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung und ist eine der häufigsten neurobiologischen Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. In Deutschland sind laut Bundesministerium für Gesundheit etwa 2 bis 6 Prozent aller Kinder und Jugendlichen betroffen. Bei Erwachsenen liegt die Zahl bei rund 2,5 bis 4,5 Prozent. ADHS ist zudem hochgradig vererbbar: Elternteile und Geschwister von Betroffenen haben eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, selbst betroffen zu sein.

Die drei Kernsymptome sind:

  • Aufmerksamkeitsschwierigkeiten – Es fällt schwer, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren, Anweisungen zu folgen oder nicht durch Geräusche und Ablenkungen aus der Bahn geworfen zu werden
  • Impulsivität – Reaktionen und Handlungen erfolgen oft ohne vorheriges Nachdenken, Kinder unterbrechen andere oder handeln spontan
  • Hyperaktivität – Innere oder äußere Unruhe, die das Stillsitzen erheblich erschwert

Dazu kommen häufige Begleitsymptome wie Vergesslichkeit, geringe Frustrationstoleranz, Schwierigkeiten bei der Selbstorganisation und depressive Verstimmungen.

Gerade in der Schule trifft das ADHS-Gehirn auf ein Umfeld, das ihm oft nicht entgegenkommt: Die Anforderungen Stillsitzen, kontinuierliche Konzentration und Selbstorganisation kollidieren direkt mit den Kernsymptomen. Das führt nicht selten zu schlechteren Noten, Konflikten mit Lehrkräften und einem geschwächten Selbstwertgefühl.

Beim Englischlernen potenzieren sich diese Schwierigkeiten: Vokabeln pauken erfordert Wiederholung und Ausdauer, Grammatikregeln brauchen systematisches Denken – beides fällt Kindern und Jugendlichen mit ADHS besonders schwer. Als Fremdsprache bringt Englisch zusätzliche Komplexität mit: unbekannte Aussprache, neue Schreibweisen, fremde Strukturen – für ein Gehirn, das ohnehin schon mit Reizfilterung kämpft, eine echte Herausforderung.

Wichtig: ADHS ist keine Faulheit. Hinter den Schwierigkeiten Englisch zu lernen steckt eine neurologische Besonderheit des Gehirns, die andere Lernstrategien – aber auch besondere Stärken – mit sich bringt.

Die Stärken von ADHS: Hyperfokus und Kreativität gezielt nutzen

Bevor wir zu den konkreten Tipps kommen, lohnt sich ein Perspektivwechsel: Das ADHS-Gehirn ist nicht nur mit Herausforderungen verbunden. Menschen mit ADHS sind oft besonders kreativ, intuitiv und denken außerhalb des Gewohnten. Und sie besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit, die beim Sprachenlernen echte Vorteile bringen kann: den sogenannten Hyperfokus.

Wenn ein Thema wirklich begeistert, können Kinder und Jugendliche mit ADHS sich stundenlang damit beschäftigen – mit einer Intensität, die Gleichaltrige ohne ADHS selten erreichen. Die Kunst beim Englischlernen mit ADHS-Kindern liegt also darin, diesen Hyperfokus zu aktivieren und zu lenken. Zudem bietet das Englischlernen mit visuellen, auditiven und spielerischen Lernformaten tatsächlich eine Struktur, die für verschiedene Lernstile geeignet ist – wenn man die richtigen Methoden wählt.

Was im ADHS-Gehirn beim Lernen passiert – und warum das Ihre Strategie verändert

Wer versteht, was neurologisch hinter ADHS steckt, kann bessere Entscheidungen beim Lernen – und die richtigen Lernmethoden wählen. Bei ADHS liegt eine Dysregulation im Dopaminhaushalt des Gehirns vor. Dopamin ist der Botenstoff, der für Motivation, Belohnungsverarbeitung und Konzentration zuständig ist. Das bedeutet: Das ADHS-Gehirn braucht stärkere oder schnellere Reize, um überhaupt in den Lernmodus zu kommen – und verliert diesen Fokus schneller wieder, sobald der Reiz nachlässt.

Das erklärt, warum trockene Vokabellisten und klassische Hausaufgaben für Schülerinnen und Schüler mit ADHS so oft scheitern: Sie liefern keinen ausreichenden Dopaminreiz. Es erklärt aber auch, warum Bewegung, Bilder, Musik und persönliche Interessen beim Englischlernen so wirksam sind – sie stimulieren genau das richtige System im Gehirn und machen den Lernprozess für Kinder und Jugendliche spürbar leichter.

Ein weiterer zentraler Faktor ist die exekutive Dysfunktion: Der präfrontale Kortex – zuständig für Planung, Selbstkontrolle und das Beginnen von Aufgaben – arbeitet bei ADHS weniger effizient. Das ist der Grund, warum Kinder mit ADHS nicht „einfach anfangen“ können, obwohl sie es möchten. Vorwürfe wie „Sei nicht so faul“ oder „Fang endlich an“ treffen deshalb ins Leere – und schaden dem Selbstwertgefühl nachhaltig. Was hilft: klare Teilschritte, externe Struktur und Strategien, die den Einstieg ins Lernen aktiv erleichtern.

Schließlich erklärt die Forschung auch, warum multisensorisches Lernen beim Vokabelnlernen mit ADHS so effektiv ist: Wer beim Englischlernen gleichzeitig hört, spricht, sieht, schreibt und sich bewegt, aktiviert mehrere Gehirnregionen parallel – und schafft dadurch stabilere, langlebigere Gedächtnisverbindungen. Dies ist besonders wichtig, wenn die Aufmerksamkeit naturgemäß flüchtig ist und Wörter beim klassischen Vokabelpauken einfach nicht hängen bleiben.

Diese neurologischen Grundlagen sind der Grund, warum die Tipps in diesem Ratgeber so funktionieren, wie sie funktionieren – und warum es sich lohnt, beim Englischlernen mit ADHS-Kindern umzudenken.

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12 wirksame Tipps: Englisch lernen mit ADHS

1. Kurze Lerneinheiten statt Lernmarathon

Nutzen Sie die natürliche Aufmerksamkeitsspanne von Kindern mit ADHS zu Ihrem Vorteil: Lernblöcke von 10 bis 15 Minuten sind effektiver als eine einmalige, lange Sitzung. Drei kurze Einheiten über den Tag verteilt bringen deutlich mehr als eine ganze kräftezehrende Stunde auf einmal.

Tipp – die Pomodoro-Technik: 25 Minuten konzentriert lernen, dann 5 Minuten Pause. Nach vier Runden eine längere Auszeit von 15 bis 30 Minuten. Diese bewährte Methode hilft, mentale Erschöpfung zu vermeiden und den Fokus aufrechtzuerhalten. Passende Timer-Apps gibt es kostenlos im App-Store.

 

2. Vokabeln mit Bildern und Farben lernen

Visuelle Hilfsmittel sind beim Vokabellernen mit ADHS besonders wirkungsvoll. Das Gehirn speichert Bilder deutlich schneller und zuverlässiger als abstrakte Wörter. Konkrete Ideen:

  • Vokabeln auf Karteikarten mit kleinen Skizzen oder Symbolen versehen
  • Farbige Marker für Wortgruppen nutzen (z. B. alle Verben in Blau, alle Nomen in Rot)
  • Mind-Maps statt linearer Listen anlegen
  • Apps nutzen, bei denen zu jeder Vokabel passende Bilder oder Animationen erscheinen

3. Bewegung ins Lernen einbauen

Bewegung ist für Kinder mit ADHS kein Luxus – sie ist notwendig. Sie fördert die Ausschüttung von Dopamin und Noradrenalin, also genau der Botenstoffe, die beim ADHS-Gehirn oft zu wenig vorhanden sind. Englisch üben beim Springen oder Gehen ist kein Herumalbern – es ist eine effektive Lernmethode.

Praktische Ideen:

  • Vokabeln im Gehen oder beim Hüpfen wiederholen
  • Englische Hörbücher beim Spazieren anhören
  • Zu jeder Vokabel eine Geste oder Körperbewegung erfinden (diese Methode heißt Total Physical Response, kurz TPR)
  • In den Pausen kurze Bewegungssequenzen einbauen: Seilspringen, Hampelmänner, ein kurzer Spaziergang
  • Vokabeln lernen mit englischen Kinderliedern: Hören, mitsingen, dazu tanzen

4. Multisensorisches Lernen – alle Sinne ansprechen

Je mehr Sinne beim Lernen beteiligt sind, desto tiefer verankert sich das Gelernte im Gedächtnis. Statt nur zu lesen und zu schreiben, können Kinder Vokabeln:

  • laut aussprechen und hören
  • von Hand aufschreiben (nicht tippen – das fördert die Verarbeitung im Gehirn stärker)
  • mit Gegenständen, Situationen oder Erlebnissen verknüpfen
  • in Songs, Reime oder kurze Geschichten einbetten
  • durch Lernvideos oder englische Kinderserien lernen – auditiv und visuell

Dieses multisensorische Lernen umgeht die Schwächen reiner Textarbeit und nutzt gleichzeitig die natürliche Stärke des ADHS-Gehirns: intensives Verarbeiten über mehrere Kanäle.

5. Persönliche Interessen als Lernthema nutzen

Das ist vielleicht der kraftvollste Hebel überhaupt: Wenn ein Kind Musik liebt, lernt es Englisch am besten über englische Songs. Wenn es gerne zeichnet oder bastelt, sind englische Anleitungen und Tutorial-Videos auf YouTube das ideale Lernmaterial. Das Prinzip dahinter: Persönliche Interessen aktivieren den Hyperfokus und machen das Lernen intrinsisch motivierend.

Konkrete Ideen:

  • Englische YouTube-Videos zu Lieblingsthemen schauen
  • Englische Bücher, Comics oder Hörspiele zum Lieblingsthema
  • Englische Podcasts für Kinder zu Themen, die wirklich begeistern
  • Im Englischunterricht bei Novakid können Themen flexibel an die Interessen des Kindes angepasst werden – das ist ein entscheidender Vorteil für Kinder mit ADHS

6. Spielerische Methoden und digitale Helfer

Interaktive, spielerische Lernmethoden sind für das Englischlernen mit ADHS besonders effektiv. Gamification – also spieltypische Elemente wie Punkte, Levels und Belohnungen – hält die Aufmerksamkeit aufrecht und schafft schnelle Erfolgserlebnisse, die das Gehirn positiv konditionieren.

Bewährte Formate:

  • Spezielle Apps zum Englischlernen mit Belohnungssystem und kurzen Aufgaben (Vokabel-Quiz, Wort-Memory, Lückentexte)
  • Sprachspiele wie Vokabel-Bingo oder Wörter-Würfelspiele
  • Computerspiele – viele Kinder und Jugendliche spielen ohnehin auf Englisch
  • Online-Sprachunterricht mit einer engagierten Lehrkraft, mit der Lernen Spaß macht

7. Klare Struktur, Routinen und realistische Ziele

ADHS-Kinder profitieren beim Lernen enorm von Vorhersehbarkeit. Feste Strukturen reduzieren die kognitive Last und machen es leichter, überhaupt anzufangen.

Wichtig ist dabei auch, gemeinsam realistische Ziele zu setzen – also nicht „Wir wollen bis Ende des Schuljahres fließend Englisch sprechen“, sondern konkrete, erreichbare Zwischenziele: „Diese Woche lernen wir zehn Wörter rund ums Thema Sport.“ Solche kleinen Meilensteine geben Orientierung, erzeugen Erfolgserlebnisse und halten die Motivation aufrecht.

Fortschritte regelmäßig gemeinsam anzuschauen – z. B. einmal pro Woche – hilft außerdem dabei, die Lernstrategie bei Bedarf anzupassen.

8. Belohnungssysteme und positives Feedback

Lob wirkt bei Kindern mit ADHS wie ein Treibstoff – und es kostet nichts. Wichtig: Nicht nur das Ergebnis loben, sondern die Anstrengung. „Du hast heute wirklich konzentriert durchgehalten“ ist wertvoller als „Du hast alle Vokabeln richtig.“

Strukturierte Belohnungssysteme helfen dabei, dranzubleiben:

  • Sticker-Charts für erledigte Lerneinheiten
  • Kleine Belohnungen nach erreichten Zielen – eine Lieblingsaktivität, ein Snack, Freizeit
  • Regelmäßige offene Gespräche mit dem Kind: „Was hat dir heute Spaß gemacht? Was war schwer?“

Diese Kommunikation hilft Ihnen zu verstehen, wie es Ihrem Kind geht – und dem Kind, das eigene Lernen besser zu reflektieren.

9. Trockene Grammatik durch aktives Sprechen und Hören ersetzen

Statt Grammatikregeln auswendig zu lernen, lernen Kinder mit ADHS Englisch am effektivsten durch aktives Verwenden der Sprache:

  • Englisch regelmäßig hören – Songs, Kinderserien, Podcasts, Hörbücher
  • Englisch sprechen – auch wenn es noch holprig klingt
  • Kurzgeschichten oder einfache Dialoge nachspielen oder improvisieren
  • Im Online-Unterricht bei Novakid direkt mit Muttersprachlern sprechen

Das umgeht die Schwäche beim abstrakten Regellernen und nutzt die Stärke des Gehirns beim kontextgebundenen, situativen Einprägen.

10. Fehlertoleranz leben – auch schlechte Tage gehören dazu

Ein Tag, der nicht wie geplant läuft, ist bei ADHS absolut normal – und kein Scheitern. Wichtig ist, Fehler als Teil des Lernprozesses zu normalisieren, nicht zu dramatisieren. Eltern und Lehrkräfte spielen hier eine entscheidende Rolle.

Vorwürfe wie „Sei nicht so faul!“ oder „Das ist doch nicht so schwer!“ mögen im Alltag leicht über die Lippen gehen – aber sie treffen Kinder mit ADHS besonders hart und schaden dem Selbstwertgefühl nachhaltig. Empathie und Gelassenheit sind die besseren Werkzeuge.

Wenn das Lernen an einem Tag gar nicht klappt: Pause machen, ohne Schuldgefühle. Morgen ist ein neuer Tag.

11. Enge Zusammenarbeit mit Schule und Lehrkräften

Eine starke Partnerschaft zwischen Eltern und Lehrkräften ist einer der wirksamsten Erfolgsfaktoren überhaupt. Teilen Sie mit den Englischlehrkräften Ihres Kindes, was Sie zu Hause beobachten: Was funktioniert gut? Welche Situationen sind besonders schwierig? Welche Methoden helfen?

Konkrete Möglichkeiten:

  • Regelmäßige Gespräche mit der Englischlehrkraft vereinbaren
  • Auf einen möglichen Nachteilsausgleich hinweisen (mehr Zeit bei Tests, ruhigerer Sitzplatz, angepasste Hausaufgaben)
  • Bei Novakid können Eltern direkt mit der Lehrkraft kommunizieren und Lernziele gemeinsam definieren – das ist beim klassischen Schulunterricht oft nicht so einfach möglich

Auch eine Lerntherapie kann sehr sinnvoll sein: Lerntherapeutinnen helfen dabei, individuelle Strategien zu entwickeln, die Kommunikation mit der Schule zu verbessern und Eltern zu entlasten.

12. Den richtigen Englischunterricht finden

Nicht jeder Unterricht passt zu jedem Kind – und fürs Lernen mit ADHS-Kindern gilt das besonders. Was sie brauchen:

  • Kleine Gruppen oder Einzelunterricht, damit Ablenkungen minimiert werden
  • Eine geduldige, engagierte Lehrkraft, die Spaß am Unterrichten vermittelt
  • Flexible, abwechslungsreiche Unterrichtsformate ohne starres Lehrbuchprogramm
  • Kurze Lerneinheiten, viel Lob und schnelle Erfolgserlebnisse

Online-Englischunterricht wie bei Novakid ist für viele Kinder mit ADHS ein guter Einstieg: 1:1, spielerisch, individuell angepasst und in kurzen 25-Minuten-Einheiten – mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Wie Kinder mit ADHS bei Novakid Englisch lernen

Viele Eltern von Kindern mit ADHS berichten, dass klassischer Gruppenunterricht in der Schule für ihr Kind besonders schwierig ist: zu viele Ablenkungen, zu wenig individuelle Aufmerksamkeit, zu starres Tempo. Der Englischunterricht bei Novakid funktioniert grundlegend anders – und das kommt Kindern mit ADHS auf mehreren Ebenen zugute.

Einzelstunden statt Klassenzimmer. Jede Unterrichtsstunde bei Novakid findet als 1:1-Einheit zwischen Kind und Lehrkraft statt. Es gibt keine anderen Kinder, die ablenken, keinen sozialen Druck und keine Situation, in der das Kind „auffällt“. Die Lehrkraft hat die volle Aufmerksamkeit auf ein einziges Kind – und kann sofort reagieren, wenn die Konzentration nachlässt oder ein Thema ein bisschen mehr Raum braucht.

Kurze Sitzungen, die zur Aufmerksamkeitsspanne passen. Die Unterrichtseinheiten bei Novakid dauern 25 Minuten – eine Länge, die sich an der tatsächlichen Konzentrationsfähigkeit von Kindern orientiert und nicht an Schulstundenlogik. Kein Kind mit ADHS muss sich durch eine 45-minütige Einheit quälen. Stattdessen gibt es einen klaren Anfang, ein klares Ende und das Erfolgsgefühl, wirklich durchgehalten zu haben.

Spielerischer, interaktiver Unterricht mit Gamification. Der Unterricht bei Novakid ist nicht lehrerzentriert, sondern dialogisch und interaktiv. Neue Vokabeln werden nicht abgefragt, sondern in Spiele, Geschichten und Aktivitäten eingebettet. Ein integriertes Belohnungssystem sorgt dafür, dass Kinder für ihren Fortschritt sichtbare Anerkennung bekommen – ein starker Motivationshebel, besonders für ADHS-Kinder, die auf schnelle positive Rückmeldung angewiesen sind.

Individuelle Anpassung an Interessen und Tempo. Die Lehrer und Lehrerinnen bei Novakid passen Themen, Tempo und Methoden an das jeweilige Kind an. Wenn ein Kind sich für das Weltall begeistert, kann Englisch über das Thema Weltall gelernt werden. Wenn ein anderes Kind lieber über Sport spricht, ist das die Basis. Diese Flexibilität ist für Kinder mit ADHS kein Nice-to-have – sie ist entscheidend, weil persönliche Interessen den Hyperfokus aktivieren und das Lernen intrinsisch motivierend machen.

Direkte Kommunikation zwischen Eltern und Lehrkraft. Eltern können bei Novakid direkt mit der Lehrkraft in Kontakt treten, Beobachtungen teilen und gemeinsam Lernziele definieren. Das schließt eine Lücke, die im regulären Schulalltag oft entsteht: Eltern wissen, was zu Hause funktioniert – die Lehrkraft weiß, was im Unterricht passiert. Beide Perspektiven zusammen ergeben die beste Grundlage für individuellen Lernerfolg.

Moderne Lernmethoden, die Forschung ernst nehmen. Der Ansatz bei Novakid basiert auf kommunikativen, modernen Sprachlernmethoden: aktives Sprechen statt passivem Zuhören, kontextgebundenes Einprägen statt isoliertem Vokabelnlernen, positives Feedback statt roter Stift. Für Kinder mit ADHS bedeutet das: ein Englischunterricht, der so gestaltet ist, wie ihr Gehirn am besten lernt.

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Fazit: Englisch lernen mit ADHS – auf den richtigen Ansatz kommt es an

Fremdsprachen lernen mit ADHS ist keine unlösbare Aufgabe – es braucht die passenden Lernmethoden, Geduld, ehrliche Kommunikation und die richtige Unterstützung. Kurze Lerneinheiten, multisensorische Ansätze, Bewegung, Spielfreude, realistische Ziele und ein Umfeld, das die Stärken des ADHS-Kindes sieht und fördert: Das sind die Zutaten für nachhaltigen Lernerfolg.

Als Elternteil sind Sie nicht allein. Je besser Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes verstehen – und je enger Sie mit Lehrkräften und Fachleuten zusammenarbeiten – desto gezielter können Sie helfen.

Für mehr Tipps und Tricks, wie Sie Ihr Kind beim Englischlernen unterstützen können, lesen Sie unseren umfassenden Ratgeber: Englisch lernen für Kinder: Worauf Eltern wirklich achten sollten.

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Questions and answers

Ja – mit den richtigen Methoden absolut. Kinder mit ADHS brauchen jedoch andere Lernstrategien: kürzere Einheiten, mehr Abwechslung, multisensorische Ansätze und viel positives Feedback. Mit dem richtigen Rahmen können sie genauso erfolgreich Englisch lernen – manchmal sogar mit besonderer Begeisterung, wenn das Thema stimmt.

Besonders wirksam sind: multisensorisches Lernen (hören, sprechen, bewegen, visualisieren), kurze Lerneinheiten von 10–15 Minuten, spielerische Apps und Online-Formate sowie das Nutzen persönlicher Interessen als Lernthema. Die Pomodoro-Technik hat sich ebenfalls sehr bewährt.

Weniger ist mehr. Lieber 5 bis 8 Vokabeln täglich wirklich einprägen als 20 Wörter oberflächlich durchgehen. Regelmäßige, kurze Wiederholungseinheiten über mehrere Tage festigen das Gelernte deutlich besser als einmaliges intensives Pauken.

Ja, oft sogar besser als klassischer Gruppenunterricht. 1:1-Unterricht wie bei Novakid reduziert Ablenkungen durch andere Kinder, ermöglicht eine vollständige individuelle Anpassung und bietet flexible, kurze Einheiten. Entscheidend ist eine geduldige, motivierende Lehrkraft.

Suchen Sie das Gespräch aktiv: Teilen Sie den Lehrkräften mit, was Sie zu Hause beobachten, welche Methoden funktionieren und wo Ihr Kind Unterstützung braucht. Fragen Sie nach einem möglichen Nachteilsausgleich. Regelmäßige kurze Feedbackgespräche sind wirksamer als ein einziges großes Elterngespräch pro Jahr.

Wenn schulische Schwierigkeiten, anhaltende Frustration oder soziale Probleme auftreten und sich trotz Ihrer Unterstützung nicht bessern, ist ein Gang zum Kinder- oder Jugendpsychologen sinnvoll. Eine frühe Diagnose ermöglicht gezielte Unterstützung – und kann langfristig sehr viel bewirken.

ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) ist eine Unterform von ADHS ohne ausgeprägte Hyperaktivität. Betroffene – häufiger Mädchen – fallen weniger auf, weil sie nicht hyperaktiv sind. Stattdessen zeigen sich Tagträumerei, Vergesslichkeit und innere Unruhe. ADS wird deshalb oft später oder gar nicht erkannt.

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