Kommt es zur Sprachverzögerung, wenn ein Kind zweisprachig erzogen wird? Beeinträchtigt Zweisprachigkeit den Wortschatz? Wissenswertes über die Sprachentwicklung zweisprachiger Kinder.
Englisch lernen mit Videospielen: Wie Kinder spielerisch ihre Sprachkenntnisse verbessern
- Englisch lernen mit Spielen: Warum Gaming so gut funktioniert
- Englisch lernen mit Videospielen: Ein Vorteil, den viele Eltern übersehen
- Englisch lernen mit Computerspielen: Diese Spiele eignen sich besonders gut
- Geeignete Videospiele zum Englischlernen im Überblick:
- Tipps für Eltern: Gaming sinnvoll zum Englischlernen nutzen
- Novakid: Englisch lernen mit Spielen und persönlicher Begleitung
- Fazit: Mit Spielen zum Englischlernen motivieren
- Videospiele können Wortschatz, Hörverständnis und Kommunikation fördern.
- Kinder lernen Englisch besonders gut, wenn die Sprache im Spiel einen echten Zweck erfüllt.
- Dialogreiche und interaktive Games bieten den größten Effekt beim Sprachenlernen.
- Die richtige Auswahl der Spiele macht Gaming zu einer sinnvollen Ergänzung beim Englischlernen.
- Videospiele motivieren zum Üben, ersetzen aber keinen strukturierten Englischunterricht.

Videospiele können die Englischkenntnisse Ihres Kindes ganz nebenbei verbessern, weil sie Wortschatz, Hörverstehen und Kommunikation in einem motivierenden, kontextreichen Rahmen trainieren – vorausgesetzt, sie werden bewusst ausgewählt und aktiv genutzt. Für viele Eltern klingt das zunächst überraschend: Manche Kinder verbringen täglich Zeit mit Computerspielen oder Games – aber können sie dabei wirklich Englisch lernen? Genau das ist möglich, wenn Sie wissen, worauf es ankommt.
Englisch lernen mit Spielen: Warum Gaming so gut funktioniert
Kinder können mit Videospielen Englisch lernen, weil diese:
- neue Wörter in spannenden Situationen vermitteln
- englische Texte und Dialoge zum Lesen und Hören bieten
- Kinder dazu bringen, Sprache aktiv einzusetzen
- durch Spielspaß die Motivation zum Üben erhöhen
Wenn Kinder ohnehin am liebsten stundenlang zocken, lässt sich genau diese Vorliebe clever nutzen: Statt Bildschirmzeit und Sprachenlernen als Gegensatz zu behandeln, lässt sich beides verbinden – Ihr Kind kann mit Videospielen Englisch lernen, ohne dass es sich wie Lernen anfühlt.
Der Grund dafür ist einfach: Motivation ist beim Sprachenlernen die halbe Miete, und die bringen Kinder beim Gaming bereits von sich aus mit. Sie sitzen nicht widerwillig vor einer Vokabelliste oder einem Stapel Karteikarten, sondern mit Begeisterung vor dem Bildschirm – und nehmen dabei ganz automatisch neue Wörter, Sätze und Redewendungen auf, weil sie sie brauchen, um im Spiel weiterzukommen. Ein Rätsel lösen, einem Charakter helfen, sich mit anderen Spielern absprechen: All das passiert auf Englisch, eingebettet in eine Handlung, die Kinder ohnehin fesselt.
So wird aus reiner Bildschirmzeit ein Nebeneffekt mit echtem Mehrwert – vorausgesetzt, Sie wählen als Elternteil bewusst Spiele mit sprachlichem Potenzial aus und lenken die Aufmerksamkeit Ihres Kindes hin und wieder gezielt auf neue Begriffe.
Englisch lernen mit Videospielen: Ein Vorteil, den viele Eltern übersehen
Viele international erfolgreiche Videospiele werden auf Englisch entwickelt oder erscheinen zunächst auf Englisch. Wer seinem Kind ermöglicht, mit einem Computerspiel Englisch zu lernen, profitiert also fast automatisch: Englisch spielt im internationalen Gaming eine besonders wichtige Rolle und Ihr Kind kommt beim Spielen mit ihr in Kontakt, auch ganz ohne bewusste Entscheidung dafür.
Und weil Ihr Kind beim Spielen selbst aktiv wird – Entscheidungen trifft, Antworten auswählt, auf Situationen reagiert – bleiben neue Wörter und Sätze oft besser hängen als beim reinen Zuschauen, etwa bei einer Serie oder einem Film.
Wichtig dafür: Englisch ist zwar in den meisten Spielen die Ursprungssprache, in den Einstellungen ist aber oft eine andere Sprache voreingestellt – zum Beispiel Deutsch, je nachdem, wo das Spiel gekauft wurde. Es lohnt sich, gemeinsam mit Ihrem Kind kurz in die Spracheinstellungen zu schauen und dort aktiv Englisch auszuwählen. Bei den meisten Spielen lassen sich zusätzlich Untertitel dazuschalten, ebenfalls über die Einstellungen – das gibt Ihrem Kind eine zusätzliche Lesehilfe zum Gesprochenen.
Englisch lernen mit Computerspielen: Diese Spiele eignen sich besonders gut
Je nach Kategorie und Schwierigkeitsstufe stehen unterschiedliche Sprachfähigkeiten im Vordergrund, und nicht jedes Computerspiel bringt automatisch den gleichen Lerneffekt.
Simulationen und Aufbauspiele
Simulationen bieten Ihrem Kind Alltagssprache und Wortschatz zu bestimmten Themen – zum Beispiel rund um Berufe, Bauen oder Alltagssituationen. Ein bekanntes Beispiel ist Minecraft: Education Edition, das speziell für den Unterricht entwickelt wurde und von vielen Millionen Schülerinnen und Schülern weltweit genutzt wird.
Erzähl- und Dialogspiele
Spiele mit starkem erzählerischen Fokus und vielen Dialogen bieten besonders viele Möglichkeiten, Sprache im Kontext zu erleben. Für jüngere Kinder eignet sich Animal Crossing: New Horizons (USK ab 6): Die entspannte Lebenssimulation steckt voller kleiner Dialoge mit den Inselbewohnern und vermittelt Alltagswortschatz rund ums Basteln, Einrichten und Zusammenleben.
Für Kinder ab dem Grundschulalter eignet sich auch Alba: A Wildlife Adventure (USK ab 0): Während Alba ihre Großeltern auf einer Mittelmeerinsel besucht und sich für den Naturschutz einsetzt, begegnen Kinder vielen alltagsnahen Dialogen und leicht verständlichem Wortschatz. Die ruhige Spielweise lässt genügend Zeit, neue Begriffe bewusst wahrzunehmen.
Etwas sprachlich anspruchsvoller ist Deponia (USK ab 6, empfohlen ab ca. 10 Jahren): Das klassische Point-and-Click-Adventure überzeugt mit witzigen Dialogen und vielen Textpassagen, die das Leseverständnis fördern. Auch Pokémon eignet sich für Kinder, die bereits lesen können: Die Dialoge lassen sich im eigenen Tempo verfolgen, und wiederkehrende Sprachmuster helfen dabei, Wortschatz Schritt für Schritt aufzubauen.
Der entscheidende Unterschied zu einer Serie oder einem Film: Ihr Kind sitzt nicht nur da und hört zu, sondern muss selbst Entscheidungen treffen und manchmal sogar eigene Antworten auswählen – dadurch bleibt die Sprache viel eher hängen.
Kreative Rätselspiele
Auch Rätselspiele können beim Englischlernen unterstützen. Ein gutes Beispiel ist Scribblenauts Unlimited (USK ab 6): Um Aufgaben zu bewältigen, müssen Kinder mit den richtigen Wörtern Gegenstände und Figuren erschaffen, um Rätsel zu lösen. Wer auf Englisch spielt, begegnet dabei ganz automatisch neuem Wortschatz und lernt, Begriffe im richtigen Zusammenhang zu verwenden. Durch die spielerischen Rätsel bleibt die Motivation hoch, während die Sprache ganz nebenbei zum Werkzeug wird.
Multiplayer- und Kommunikationsspiele
Online- und Multiplayer-Spiele verlangen aktive Kommunikation auf Englisch – sei es im Team-Chat, per Sprachnachricht oder in gemeinsamen Missionen. Ein bekanntes Beispiel ist Minecraft in der Bedrock Edition (USK ab 6): Hier bauen und spielen Kinder plattformübergreifend mit Freunden zusammen – auf Englisch zu kommunizieren, gehört da oft ganz automatisch dazu. Das trainiert Sprechen und Hörverstehen gleichermaßen.
Geeignete Videospiele zum Englischlernen im Überblick:
Bevor Sie loslegen, hier alle genannten Spiele auf einen Blick – mit Altersfreigabe und sprachlichem Schwerpunkt zum schnellen Vergleich.
| Spiel | Typ | Altersfreigabe | Plattform | Sprachfokus |
| Minecraft: Education Edition | Simulation/Aufbau | Alle Altersgruppen (ab 3) | PC, Tablet | Alltagswortschatz, Themenvokabular |
| Animal Crossing: New Horizons | Simulation/Dialog | USK ab 6 | Switch, Smartphone- & Tablet-Version | Alltagsdialoge, Wortschatz |
| Alba: A Wildlife Adventure | Adventure | USK ab 0 | PC, Switch, PlayStation, Xbox, iPhone, iPad | Alltagsdialoge, Wortschatz |
| Pokémon (Hauptspiele) | Rollenspiel/Dialog | je nach Titel ab 0 oder 6 | Switch, Tablet, Smartphone | Leseverständnis, Wortschatz |
| Deponia | Erzähl-Adventure | USK ab 6, empfohlen ab ca. 10 Jahren | PC, Switch, PlayStation, Xbox, iPhone, iPad | Leseverständnis, Dialoge |
| Scribblenauts Unlimited | Rätsel/Kreativität | USK ab 6 | PC, Switch, PlayStation, Xbox, Tablet, Smartphone | Wortschatz, Begriffe im Kontext |
| Minecraft (Bedrock Edition) | Multiplayer | USK ab 6 | PC, Switch, PlayStation, Xbox, Tablet, Smartphone | Kommunikation mit anderen Spielern |
Tipps für Eltern: Gaming sinnvoll zum Englischlernen nutzen
Die besten Lernergebnisse erzielt Ihr Kind, wenn Spiele aktiv zum Englischlernen genutzt werden – also nicht nebenbei laufen, sondern bewusst zum Sprachtraining eingesetzt werden.
Bei der Auswahl eines passenden Spiels helfen drei einfache Fragen:
- Wie werden Dialoge dargestellt? Für jüngere oder sprachlich noch unsichere Kinder eignen sich Spiele, bei denen Text zum eigenen Tempo gelesen werden kann, besser als Spiele mit schnellem, gesprochenem Dialog ohne Wiederholung.
- Wird Englisch im Spiel selbst gebraucht – etwa im Chat mit anderen Spielern – oder eher passiv beim Zuhören und Lesen? Beides trainiert unterschiedliche Fähigkeiten.
- Passt das Sprachniveau zum Kind? Ein Spiel, das sprachlich deutlich überfordert, frustriert eher, als dass es motiviert.
Darüber hinaus helfen ein paar einfache Gewohnheiten:
- Neue Wörter und Vokabeln aktiv notieren und nachschlagen, statt sie einfach zu überspringen.
- Regelmäßig wiederholen – neue Begriffe festigen sich erst durch mehrfachen Gebrauch
- Bewusst integrieren: Gaming sollte eine Ergänzung sein, kein Ersatz für strukturiertes Lernen
- Mischen statt entweder-oder: Eine Kombination aus Spielen und klassischen Lernmethoden bringt die stabilsten Fortschritte
Ein Blick auf USK oder PEGI lohnt sich immer. Nicht jedes Spiel ist für jede Altersgruppe geeignet – manche Titel sind erst für Teenager freigegeben.
Gaming bietet Ihrem Kind auch einen geschützten Rahmen, um Englisch ganz ohne Angst vor Fehlern auszuprobieren: Anders als im direkten Gespräch mit Fremden gibt es hier keine peinliche Stille, kein Erröten bei einem falschen Wort – nur den nächsten Versuch. Genau das nimmt vielen Kindern die Hemmung, die sie sonst vom Sprechen abhält.
So wird aus passivem Spielen aktives Üben – und Ihr Kind merkt oft gar nicht, wie viel es dabei lernt. Welchen Unterschied aktive im Vergleich zu passiver Mediennutzung beim Lernen macht, erfahren Sie in unserem Artikel: Kann mein Kind mit Videos wirklich Englisch lernen? So wird aus Bildschirmzeit aktives Lernen.
Novakid: Englisch lernen mit Spielen und persönlicher Begleitung
Videospiele zeigen, wie stark Motivation beim Lernen wirken kann: Kinder bleiben dran,probieren Dinge aus und wenden die Sprache an, wenn sie ein echtes Ziel vor Augen haben. Genau diesen Ansatz nutzt auch Novakid und verbindet spielerische Elemente mit strukturiertem Englischunterricht.
In der Novakid Game World üben Kinder Englisch in interaktiven Aufgaben und Missionen. Begleitet von Charakteren wie Pandy entdecken sie neue Wörter, trainieren Grammatik und lösen kleine Herausforderungen in einer Umgebung, die an die digitale Welt vieler Kinder anknüpft.
Zusätzlich bieten die Novakid-Apps kurze, interaktive Übungen, die sich flexibel in den Alltag integrieren lassen – besonders für Kinder, die gerne mit digitalen Medien lernen.
Der wichtigste Unterschied zu einem reinen Spiel: In den 1:1-Onlinestunden mit muttersprachlichen Lehrkräften lernen Kinder, die Sprache selbst aktiv zu verwenden. Lieblingsspiele, Charaktere oder aktuelle Gaming-Erlebnisse können dabei als Gesprächsanlass dienen – so wird aus einem Hobby ein echter Anlass zum Sprechen.
Wenn Ihr Kind gerne spielt und digitale Lernformen mag, kann eine kostenlose Probestunde zeigen, wie spielerische Elemente und persönlicher Unterricht bei Novakid zusammenwirken.
Fazit: Mit Spielen zum Englischlernen motivieren
Videospiele sind kein Gegensatz zum Englischlernen, sondern können – richtig eingesetzt – ein wertvoller Teil davon sein, wenn Sie als Eltern wissen, welche Spiele sich eignen und wie Ihr Kind sie aktiv nutzt. Ob Simulationen, Rollenspiele oder Multiplayer-Abenteuer: Jede Spielart bringt ihre eigenen Sprachvorteile mit. Kombiniert mit strukturiertem Unterricht entsteht daraus ein rundes Lernerlebnis.
Englisch steckt für Kinder an ganz vielen Stellen im Alltag – nicht nur beim Gaming. Mehr Ideen, wie Ihr Kind auch außerhalb der Schule spielerisch mit der Sprache in Kontakt kommt, finden Sie in unserem Artikel: Englisch für Kinder außerhalb der Schule: So wenden sie die Sprache im Alltag an.
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Questions and answers
Ja. Spiele mit viel Text, Dialogen oder Kommunikation zwischen Spielern trainieren Wortschatz, Hörverstehen und Leseverständnis – vor allem, wenn Ihr Kind sie aktiv nutzt und neue Wörter bewusst wiederholt.
Simulationsspiele wie Minecraft: Education Edition und Animal Crossing, dialogreiche Spiele wie Pokémon oder Alba sowie kreative Rätselspiele wie Scribblenauts Unlimited bieten je nach Alter und Sprachniveau unterschiedliche Möglichkeiten, Englisch spielerisch anzuwenden.
Bereits jüngere Kinder können mit Videospielen und Computerspielen Englisch lernen, besonders wenn die Inhalte altersgerecht sind. Spiele mit einfachen Dialogen und übersichtlichen Texten eignen sich häufig für den Einstieg, während komplexere Story-Spiele eher für ältere Kinder mit besseren Sprachkenntnissen geeignet sind.
Nein. Spiele sind eine wertvolle Ergänzung, aber kein Ersatz für strukturiertes Lernen. Am besten wirken sie in Kombination mit regelmäßigem Unterricht, etwa mit muttersprachlichen Lehrkräften.
Ermutigen Sie Ihr Kind, neue Wörter zu notieren und nachzuschlagen, fragen Sie nach dem Spielinhalt auf Englisch, und wählen Sie bewusst Spiele mit sprachlichem Mehrwert statt reinem Zeitvertreib.
Ja, besonders Multiplayer-Spiele mit Kommunikation fördern das aktive Sprechen. Wichtig ist jedoch, dass Kinder die Sprache nicht nur hören, sondern selbst verwenden – zum Beispiel im Austausch mit anderen Spielern oder im Gespräch mit einer Lehrkraft.
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