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Englisch-Hörverstehen üben: 5 einfache Übungen mit Videos

Inhaltsverzeichnis
  1. Warum fällt Kindern das englische Hörverstehen oft schwer?
  2. Mit Videos leichter ins englische Hörverstehen einsteigen
  3. Englisch-Hörverstehen üben: 5 einfache Übungen mit Videos
  4. Tipps für Eltern: So macht Hörverstehen-Üben Spaß
  5. Fazit: Englisch-Hörverstehen Schritt für Schritt verbessern
Kurz & Knapp
  • Hörverstehen in Englisch ist eine eigene Fähigkeit, die separat trainiert werden muss – Wortschatz und Grammatik allein reichen nicht.
  • Videos erleichtern den Einstieg durch Bilder und Handlung. Auch das Hören ohne visuelle Unterstützung gehört zum Hörverstehenstraining.
  • Die 5 Übungen folgen einer klaren Progression: von Bild + Ton bis zu reinem Hören ohne Bild.
  • Ein kurzer Clip, mehrfach genutzt, kann hilfreicher sein als ständig neue Videos.
  • Hörverstehen sollte sich für Ihr Kind nie wie ein Test anfühlen.

Englisch-Hörverstehen können Sie mit Ihrem Kind ganz einfach zu Hause üben: Ein kurzer englischer Videoclip reicht, um gemeinsam zuzuhören, wichtige Wörter herauszuhören und das Verstehen Schritt für Schritt zu trainieren. Das Schöne daran: Ihr Kind muss dafür nicht schon jedes englische Wort verstehen.

Vielleicht kennen Sie die Situation: Ihr Kind kennt bereits viele englische Wörter und kann einfache Sätze lesen oder sogar selbst bilden. Doch wenn jemand auf Englisch spricht, scheint plötzlich vieles wieder weg zu sein. Das ist ganz normal. Gesprochenes Englisch muss in Echtzeit verarbeitet werden – anders als bei einem Text bleibt keine Zeit, ein unbekanntes Wort noch einmal nachzulesen.

Gerade deshalb lohnt es sich, Hörverstehen in Englisch gezielt zu üben. Mit Bildern, kurzen Videos und einfachen Übungsaufgaben können Sie Ihrem Kind zunächst dabei helfen, die Bedeutung aus dem Zusammenhang zu erschließen. Nach und nach wird daraus mehr Sicherheit beim reinen Zuhören – bis Ihr Kind immer besser versteht, was auf Englisch gesagt wird.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen fünf einfache Übungen, mit denen Sie direkt zu Hause loslegen können.

Warum fällt Kindern das englische Hörverstehen oft schwer?

Gesprochene Sprache ist flüchtig – anders als bei einem Text kann man nicht einfach noch einmal nachlesen. Englische Wörter klingen zudem oft anders, als sie geschrieben aussehen, und natürliche Sprache ist schneller und stärker verbunden als einzelne Vokabeln.

Auch wenn Ihr Kind bereits gute Grammatikkenntnisse und ein großes englisches Vokabular hat, bedeutet das deshalb nicht automatisch, dass es jedes Gespräch problemlos versteht. Muttersprachler sprechen beispielsweise nicht immer so deutlich und langsam wie in klassischen Lernübungen. Unterschiedliche Akzente, Sprechstile, Intonation und Sprachrhythmus können das Hörverstehen zusätzlich erschweren.

Für Ihr Kind heißt das: Es muss nicht lernen, jedes Wort zu erkennen. Es sollte lernen, aus bekannten Wörtern, der Situation und dem Kontext die wesentliche Bedeutung herauszuhören. Genau das trainieren die folgenden fünf Übungen.

Mit Videos leichter ins englische Hörverstehen einsteigen

Auch Listening-Comprehension-Übungen mit reinen Audiotexten sind eine wichtige Möglichkeit, das englische Hörverstehen zu trainieren. Für Kinder kann der Einstieg damit aber manchmal ziemlich anspruchsvoll sein: Wenn sie Englisch nur hören, fehlt ihnen jede visuelle Orientierung. Bei einem Video sehen sie dagegen gleichzeitig, wer spricht, was gerade passiert und wie sich eine Situation entwickelt.

Gerade für Kinder im Grundschulalter und in der Unterstufe können kurze Videos deshalb eine motivierende Möglichkeit sein, sich mit gesprochenem Englisch zu beschäftigen. Bilder, Handlung, Gesichtsausdrücke und Gestik liefern zusätzliche Hinweise auf die Bedeutung. Ihr Kind kann dadurch auch dann folgen, wenn ihm einzelne Wörter noch unbekannt sind.

Das bedeutet nicht, dass Videos reine Hörtexte ersetzen sollten. Im Gegenteil: Reines Hören bleibt ein wichtiger Bestandteil des Hörverstehenstrainings. Ein sinnvoller Weg kann deshalb sein, die visuelle Unterstützung zunächst zu nutzen und sie später schrittweise wegzunehmen: Erst schaut Ihr Kind einen kurzen Clip mit Bild und Ton, dann hört es gezielt auf bestimmte Informationen und schließlich denselben bereits bekannten Inhalt nur noch als Audio.

So wird aus einem unterhaltsamen Video nach und nach eine echte Übung in Englisch-Hörverstehen – ohne dass Ihr Kind gleich mit einem unbekannten Hörtext in der Fremdsprache ins kalte Wasser springen muss.

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Englisch-Hörverstehen üben: 5 einfache Übungen mit Videos

Der British Council empfiehlt bei jungen Englischlernenden, kurze Videos nicht einfach nur abzuspielen, sondern sie mit konkreten Aufgaben vor, während und nach dem Anschauen zu verbinden.

Die folgenden Übungen bauen aufeinander auf – von der Bedeutung, die sich aus dem Bild erschließen lässt, bis zum reinen Hören auf Englisch ganz ohne Bild. Sie funktionieren mit kurzen englischen Videos und lassen sich an Alter und Sprachniveau Ihres Kindes anpassen.

1. Erst anschauen, dann verstehen

Geeignet für: Anfänger

Schauen Sie sich gemeinsam diesen (oder einen anderen) kurzen englischen Clip an:

Tipp: Auf dem YouTube-Kanal von Novakid finden Sie eine ganze Sammlung kostenloser Lernvideos für Kinder zu verschiedenen Themen.

Ihr Kind schaut das Video zunächst ohne Unterbrechung. Danach stellen Sie einfache Fragen: Was ist passiert? Wer kam vor? Was haben die Figuren gemacht? Welche Wörter hast du verstanden?

Fragen Sie nicht jedes einzelne Wort ab – es geht zunächst um das Gesamtverständnis. Bilder, Handlung und Gestik helfen Ihrem Kind dabei, die Bedeutung des Gesagten aus dem Zusammenhang zu erschließen.

Gerade für Anfänger ist das hilfreich: Sie müssen noch nicht jedes gesprochene Wort verstehen, um eine Geschichte oder Alltagssituation zu erfassen.

2. Auf bestimmte Wörter hören

Geeignet für: Anfänger bis fortgeschrittene Anfänger

Nennen Sie vor dem zweiten Anschauen drei bis fünf bekannte Wörter. Die Aufgabe lautet: „Hör gut zu – kannst du diese Wörter im Video entdecken?“

Das trainiert selektives Hören: Ihr Kind lernt, gezielt nach bestimmten Informationen zu suchen, statt zu versuchen, jedes Wort zu verstehen. Gleichzeitig wird vorhandenes Vokabular mit tatsächlich gesprochener Sprache verknüpft.

Sie können die Aufgabe später schwieriger machen und nicht mehr einzelne Wörter, sondern kurze Aussagen oder bestimmte Informationen suchen lassen.

3. Was passiert als Nächstes?

Geeignet für: fortgeschrittene Anfänger und darüber

Pausieren Sie das Video an einer passenden Stelle und lassen Sie Ihr Kind vermuten, wie es weitergeht. Dabei sollte es sich möglichst auf das konzentrieren, was es gerade gehört und verstanden hat.

So übt Ihr Kind, genau zuzuhören und aus dem Gesagten und dem Kontext abzuleiten, was als Nächstes passieren könnte. Besonders gut eignen sich dafür kurze Geschichten oder Videos mit einem klaren Handlungsverlauf.

Fortgeschrittenere Kinder können Sie zusätzlich fragen: „Welche Information hast du gehört, die dich zu dieser Vermutung bringt?“ So wird aus dem reinen Zuhören eine aktive Hörübung.

4. Einen Satz oder eine Wendung heraushören und nachsprechen

Geeignet für: ab ersten einfachen Sätzen

Wählen Sie eine kurze, häufig vorkommende Wendung aus dem Video. Ihr Kind hört sie mehrmals und spricht sie nach – auf perfekte Aussprache kommt es dabei nicht an.

So lernt es, ganze Wendungen als Klangbild zu erkennen, statt sie Wort für Wort zu übersetzen. Gleichzeitig bekommt es ein Gefühl für Intonation und Rhythmus der englischen Sprache. Manche Kinder zögern zunächst, ein englisches Wort laut auszusprechen – das ist normal und lässt sich mit der Zeit abbauen. Mehr dazu in unserem Artikel: Warum manche Kinder Angst haben, Englisch zu sprechen. 

Bei älteren oder bereits fortgeschritteneren Kindern können Sie die Aufgabe erweitern und wichtige Schlüsselwörter oder Details während des Hörens notieren lassen.

5. Jetzt ohne Bild: den bekannten Clip nur hören

Geeignet für: alle Niveaus, sofern der Clip sprachlich passend ist

Der logische Endpunkt der Methode: Ihr Kind kennt Inhalt und Handlung des Clips bereits und hört ihn nun ganz ohne Bild.

Fragen Sie anschließend: Was hast du verstanden? Welche Wörter oder Sätze hast du wiedererkannt? Was passiert gerade?

Der bekannte Kontext macht den Schritt vom Video zum reinen Hörverstehen deutlich leichter, als direkt mit einem unbekannten Hörtext zu beginnen. Später können Sie auf diese Weise auch andere Audiotexte, Hörbücher oder Hörspiele einsetzen.

Tipps für Eltern: So macht Hörverstehen-Üben Spaß

Damit Englisch-Hörverstehen für Ihr Kind nicht zur lästigen Pflicht wird, helfen vor allem kurze, passende Listening-Übungen auf Englisch, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Mit diesen Tipps schaffen Sie eine gute Grundlage:

  • Wählen Sie kurze Videos statt langer Filme und nutzen Sie einen Clip lieber mehrfach.
  • Beginnen Sie mit Material, das Ihr Kind weitgehend versteht, und steigern Sie die Schwierigkeit nach und nach. Eine Mischung aus vertrauten und etwas anspruchsvolleren Inhalten sorgt für Erfolgserlebnisse und neue Herausforderungen.
  • Erklären Sie nicht jedes unbekannte Wort. Fragen Sie zunächst nach dem Gesamtverständnis und lassen Sie Ihr Kind die Bedeutung aus dem Zusammenhang erschließen.
  • Achten Sie nicht nur auf einzelne Wörter, sondern auch auf Intonation, Rhythmus und den Zusammenhang. So entwickelt Ihr Kind ein besseres Gefühl für die gesprochene Sprache.
  • Lassen Sie ältere oder fortgeschrittenere Kinder gelegentlich Schlüsselwörter oder wichtige Details während des Hörens notieren. Das macht aus passivem Zuhören eine bewusste Hörübung.
  • Englische Untertitel können zeitweise helfen, das gesprochene Wort mit der richtigen Schreibweise zu verknüpfen. Für das reine Hörverstehen sollten sie jedoch nicht dauerhaft eingeschaltet bleiben.
  • Bieten Sie Ihrem Kind nach und nach unterschiedliche Sprechende, Sprechweisen und Akzente an. Was zunächst schwieriger klingt, wird mit zunehmendem Hörverständnis vertrauter.

Am wichtigsten: Hörverstehen sollte sich nie wie ein Test anfühlen. Ihr Kind muss nicht jedes Detail verstehen, um Fortschritte zu machen. Regelmäßiges, entspanntes Üben kann dabei helfen, Vertrauen in das eigene Hörverständnis aufzubauen.

Fazit: Englisch-Hörverstehen Schritt für Schritt verbessern

Ihr Kind muss nicht jedes englische Wort verstehen, um gesprochenes Englisch hören und verstehen zu können. Mit den fünf Übungen führen Sie es Schritt für Schritt vom Bild zum reinen Hören – ganz ohne Druck.

Englische Videos können dabei einen besonders leichten Einstieg bieten, weil Bilder, Handlung und Mimik zusätzliche Hinweise auf die Bedeutung geben. Mit wachsender Sicherheit können Sie diese Unterstützung reduzieren und nach und nach auch reine Hörtexte, Hörbücher oder andere Audiomaterialien einsetzen.

Ein strukturierter Englischunterricht kann dabei zusätzlich helfen, Hörverstehen und andere Sprachkompetenzen systematisch und passend zum individuellen Sprachniveau Ihres Kindes aufzubauen. Testen Sie es unverbindlich: Mit einer kostenlosen Probestunde bei Novakid kann Ihr Kind spielerisch und im eigenen Tempo Englisch hören, verstehen und sprechen lernen.

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Questions and answers

Am besten mit kurzen, altersgerechten Videos und gezielten Übungen wie dem Erfassen des Gesamtinhalts, dem Hören auf bestimmte Wörter, dem Vorhersagen des nächsten Handlungsschritts oder dem Wiederholen bekannter Clips nur als Audio.

Die Online-Übungen mit YouTube-Videos lassen sich an unterschiedliche Altersgruppen und vor allem an das Sprachniveau anpassen. Für jüngere Anfänger eignen sich kurze Videos mit viel visueller Unterstützung. Fortgeschrittene Kinder können dieselben Übungen mit anspruchsvolleren Clips und zunehmend ohne Bild durchführen.

Da Hörverstehen Konzentration erfordert, ist regelmäßiges, kurzes Üben sinnvoller als unregelmäßige, lange Lernsitzungen. Schon wenige Minuten am Tag oder einige kurze Übungseinheiten pro Woche lassen sich gut in den Alltag integrieren.

Englische Untertitel können am Anfang helfen, gesprochene Wörter mit ihrer Schreibweise zu verbinden. Um das reine Hörverstehen in Englisch zu trainieren, sollten sie aber nach und nach weggelassen werden.

Wählen wir nun eine Lehrkraft für die kostenlose Probestunde Ihres Kindes aus!
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