Kinder mit hohem EQ sind als Erwachsene erfolgreicher. Doch wie lernen Kinder emotionale Intelligenz? Was können Eltern tun, um ihre Kinder bei der Entwicklung emotionaler Intelligenz zu fördern?
Englisch-Lernroutine entwickeln für einen guten Start ins neue Schuljahr
- Warum der Schuljahresbeginn der perfekte Moment für neue Lerngewohnheiten ist
- Eine gute Lernroutine muss zum Schulalltag passen
- So bestimmen Sie das richtige Englisch-Ziel für Ihr Kind
- Vorbereitung aufs neue Schuljahr: Kleine Schritte statt großer Vorsätze
- So bleibt die neue Routine auch nach den ersten Wochen bestehen
- Fazit: Mit einer guten Lernroutine entspannt ins neue Schuljahr
- Der Schulstart ist ein guter Moment für neue Gewohnheiten: Nutzen Sie den Neustart, um gemeinsam mit Ihrem Kind eine realistische Englisch-Lernroutine zu entwickeln.
- Planen Sie die Routine passend zum Schulalltag: Feste Zeiten, kurze Einheiten und realistische Ziele machen es leichter, regelmäßig dranzubleiben.
- Setzen Sie ein konkretes Englisch-Ziel: Ob Hörverstehen, Aussprache, Sprechen oder Schreiben – ein klares Ziel hilft dabei, die passenden Aktivitäten auszuwählen.
- Machen Sie aus großen Zielen kleine Schritte: Ein überschaubares Zwischenziel und eine konkrete Aktivität sind leichter umzusetzen als der Vorsatz, „mehr Englisch zu lernen“.
- Bleiben Sie flexibel: Auch wenn der Schulalltag stressiger wird, kann eine kürzere oder verschobene Einheit helfen, die Routine aufrechtzuerhalten.
Ein neues Schuljahr ist ein guter Zeitpunkt für neue Gewohnheiten – auch beim Englischlernen. Statt sich große Vorsätze zu setzen, können Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine kleine Lernroutine entwickeln, die sich realistisch in den neuen Schulalltag integrieren lässt. So wird Englisch bereits ab Schulbeginn zu einem festen Bestandteil der Woche, ohne zusätzlichen Lernstress zu erzeugen.
Die letzten Tage der Sommerferien eignen sich gut, um diese Routine auszuprobieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie daraus eine Gewohnheit für das neue Schuljahr machen.
Warum der Schuljahresbeginn der perfekte Moment für neue Lerngewohnheiten ist
Der Schulanfang bringt automatisch Veränderungen mit sich: ein neuer Stundenplan, neue Lehrkräfte, oft auch neue Klassenzusammensetzungen. Genau dieser Umbruch macht den Schulstart zu einem besonders guten Zeitpunkt für neue Gewohnheiten – Verhaltensforscher sprechen hier vom sogenannten „Neustart-Effekt“: Gemeint ist die Beobachtung, dass zeitliche Wendepunkte wie ein neues Jahr oder ein neuer Lebensabschnitt den Start neuer Ziele und Gewohnheiten begünstigen können.*
Diesen Moment können Sie nutzen, statt zu warten, bis sich der Schulalltag erst wieder eingespielt hat. Der Neustart kann es leichter machen, eine neue Gewohnheit bewusst einzuführen – auch beim Englischlernen. Der neue Schulalltag bringt ohnehin genug Herausforderungen mit sich – die Englisch-Routine sollte dabei keine zusätzliche werden, sondern eine verlässliche Konstante.
Eine gute Lernroutine muss zum Schulalltag passen
Damit eine Routine wirklich hält, muss sie realistisch in den neuen Schulalltag passen – nicht in den entspannten Ferienalltag. Bevor der Stundenplan feststeht, lohnt sich eine grobe Planung entlang von vier Fragen:
- Wann? Ein fester Zeitpunkt, der auch an vollen Schultagen realistisch ist – zum Beispiel direkt nach den Hausaufgaben oder vor dem Abendessen.
- Wie oft? Zwei- bis dreimal pro Woche ist ein guter Start – lieber regelmäßig und kurz als unregelmäßig und dafür lang.
- Wie viel? 10–20 Minuten reichen völlig aus, um dranzubleiben, ohne dass es zur Belastung wird.
- Was? Womit die Lernsessions inhaltlich gefüllt werden, hängt vom persönlichen Ziel Ihres Kindes ab – dazu gleich mehr.

Tragen Sie diese festen Zeiten wie andere Termine in den Familienkalender ein – das macht die Routine sichtbar und verbindlich. Auch ein aufgeräumter, fester Lernplatz und passendes Schulmaterial helfen dabei.
So bestimmen Sie das richtige Englisch-Ziel für Ihr Kind
Bevor Sie die Routine mit Inhalten füllen, lohnt sich ein kurzer Rückblick auf das vergangene Schuljahr. Was ist Ihrem Kind leicht gefallen und sitzt bis heute sicher? Und wo hakt es noch – beim Sprechen, beim Verstehen, beim Schreiben? Dieser kurze Check hilft dabei, ein Ziel zu finden, das wirklich zum Lernstand Ihres Kindes passt, statt einfach drauflos zu üben. Wie Sie den Lernstoff des vergangenen Schuljahres gezielt auffrischen können, erfahren Sie in unserem Artikel: Englisch auffrischen vor dem Schulstart: So fühlt sich Ihr Kind wieder sicher.
Aus diesem Rückblick lassen sich verschiedene mögliche Ziele ableiten:
- Hörverstehen verbessern – gesprochenes Englisch in normalem Tempo besser verstehen
- Aussprache verbessern – Wörter und Sätze selbstbewusster und klarer aussprechen
- Mehr Selbstvertrauen und Sicherheit beim aktiven Sprechen – sich trauen, auch mit kleinen Fehlern einfach loszusprechen
- Englisch schreiben verbessern – eigene Sätze und kurze Texte sicherer formulieren
Ein vages Vorhaben wie „mehr Englisch üben“ scheitert oft schon in der zweiten Woche. Konkrete Ziele funktionieren deutlich besser – vor allem, wenn sie mit den Interessen Ihres Kindes verknüpft werden. So geht es beim Englischlernen für Kinder nicht nur um das Erreichen von Zielen, sondern auch um Spaß.
| Ziel | Konkretes Zwischenziel | Weg zum Ziel |
| Hörverstehen verbessern | Eine kurze Geschichte oder Folge auf Englisch verstehen und anschließend mit eigenen Worten wiedergeben | Eine bekannte Kinderserie ansehen, ein Hörspiel oder einen Podcast auf Englisch anhören |
| Aussprache verbessern | Bekannte Wörter und kurze Sätze deutlich und sicher aussprechen | Laut vorlesen, englische Lieblingslieder mitsingen oder Sätze nachsprechen |
| Mehr Selbstvertrauen beim Sprechen | Einen kurzen Alltagsdialog auf Englisch führen, ohne sofort ins Deutsche zu wechseln | Einfache Rollenspiele zu vertrauten Situationen, z. B. im Café oder beim Einkaufen |
| Englisch schreiben verbessern | Einen kurzen Text mit einigen eigenen Sätzen auf Englisch verfassen | Eine kurze Nachricht, einen Tagebucheintrag oder eine kleine Geschichte schreiben |
Weitere Tipps und alltagstaugliche Ideen zu jedem dieser Ziele finden Sie in unserem Artikel: Englisch lernen mit Kindern im Alltag: 20 einfache Routinen.
Vorbereitung aufs neue Schuljahr: Kleine Schritte statt großer Vorsätze
Der Schulstart hat einiges mit Neujahr gemeinsam: Ein neuer Abschnitt beginnt, und man nimmt sich gerne gleich viel vor. Das Problem dabei ist meistens dasselbe wie bei klassischen Neujahrsvorsätzen – zu ambitionierte Pläne scheitern schnell, weil sie im echten Alltag nicht realistisch durchzuhalten sind.
Für einen guten Start ins neue Schuljahr nehmen Sie stattdessen eines der oben genannten Ziele und brechen Sie es, wie in der Tabelle, in ein kleines Zwischenziel und eine konkrete, überschaubare Aktivität herunter. Aus „Hörverstehen verbessern“ wird so zum Beispiel „zweimal pro Woche eine Folge einer einfachen Kinderserie anschauen“ – ein Schritt, den man tatsächlich in den Schulalltag einbauen kann, statt an einem zu großen Vorsatz zu scheitern.
Kleine, regelmäßige Einheiten lassen sich außerdem meist leichter in den Schulalltag integrieren als unregelmäßige, lange Lernsessions. Lernen sollte dabei nicht unter Druck stattfinden. Fehler sind keine Schwäche, sondern ganz normaler Bestandteil des Lernprozesses – und das gilt für den Start einer neuen Routine genauso wie fürs Englischlernen selbst.
So bleibt die neue Routine auch nach den ersten Wochen bestehen
Besonders wenn der Schulalltag wieder voller wird, kann eine neue Routine ins Wanken geraten. Deshalb lohnt es sich, von Anfang an etwas Flexibilität einzuplanen. In der ersten Schulwoche ist ohnehin schon vieles neu für die Schüler – seien Sie in dieser Zeit besonders nachsichtig mit sich und Ihrem Kind.
Was in den ersten Englischstunden nach den Ferien auf Ihr Kind zukommen kann und wie Sie es dabei unterstützen, erfahren Sie in unserem Artikel: Englisch im neuen Schuljahr: So unterstützen Sie Ihr Kind in den ersten Schulwochen.
Damit die Englisch-Lernroutine nicht schon nach kurzer Zeit wieder einschläft, helfen ein paar Dinge:
- Flexibilität einplanen: War die Schule stressig, reicht auch mal eine kürzere oder verschobene Einheit – Hauptsache, die Routine reißt nicht komplett ab.
- Kleine Fortschritte sichtbar machen: Loben Sie nicht nur Ergebnisse, sondern auch das Dranbleiben selbst.
- Vorfreude statt Pflichtgefühl fördern: Vermitteln Sie Ihrem Kind, dass Englisch nicht nur aus Lernen und Üben bestehen muss, sondern auch Spaß machen kann.
- Kurz reflektieren: Eine lockere Reflexion am Ende der Woche – was gut geklappt hat, was schwierig war – hilft dabei, die Routine bei Bedarf anzupassen, statt sie ganz aufzugeben.
Fazit: Mit einer guten Lernroutine entspannt ins neue Schuljahr
Eine Englisch-Lernroutine zu entwickeln muss nicht kompliziert sein. Entscheidend ist nicht die perfekte Planung, sondern dass Sie mit einem klaren Ziel starten, es in kleine, machbare Schritte herunterbrechen und flexibel bleiben, wenn der Schulalltag turbulenter wird. Wenn Sie diese Routine schon jetzt, vor dem Schulstart, gemeinsam mit Ihrem Kind aufbauen, muss sie später nicht mehr unter Zeitdruck entstehen – sie ist einfach schon da.
Einen verlässlichen Anker für die Routine bietet strukturierter Unterricht zu festen Zeiten. Bei Novakid lernt Ihr Kind im Live-Unterricht bei muttersprachlichen Lehrkräften – zu einem oder mehreren festen Terminen pro Woche, die sich ganz natürlich in den neuen Stundenplan einfügen.
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*Quelle:
Dai, H., Milkman, K. L., & Riis, J. (2014). The Fresh Start Effect: Temporal Landmarks Motivate Aspirational Behavior. Management Science, 60(10), 2563–2582.
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Questions and answers
Weil sich mit dem neuen Schuljahr ohnehin schon viel verändert – neuer Stundenplan, neue Lehrer, neue Abläufe. Diesen „Neustart-Effekt“ können Sie nutzen, um auch beim Englischlernen gleich eine neue Lernroutine zu entwickeln.
Für viele Kinder reichen kurze Einheiten von etwa 10–20 Minuten als Einstieg völlig aus. Das Wichtigste ist, dass Umfang und Häufigkeit zum Alter, Lernstand und Alltag des Kindes passen.
Schauen Sie gemeinsam zurück auf das vergangene Schuljahr: Was klappt schon gut, wo gibt es noch Unsicherheiten? Daraus lässt sich ein konkretes Ziel ableiten – etwa besseres Hörverstehen oder mehr Mut zum Sprechen.
Das ist normal und kein Grund, ganz aufzuhören. Bleiben Sie flexibel: Auch eine kürzere oder verschobene Einheit hält die Routine am Leben, bis der Alltag wieder etwas ruhiger wird.
Ein wöchentlicher fester Termin, etwa der Live-Unterricht bei Novakid, gibt der Routine einen verlässlichen Ankerpunkt, um den sich weitere kleine Übungseinheiten leichter einbauen lassen.
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