Entdecken Sie die besten englischen Hörbücher für Kinder sowie englische Kinderhörspiele. So gelingt Englisch lernen mit Hörbüchern spielerisch und effektiv.
Englisch lernen mit Musik: Warum Lieder Kindern beim Sprachenlernen helfen
- Warum Musik beim Englischlernen so wirkungsvoll ist
- Englisch lernen mit Liedern: Die konkreten Vorteile im Überblick
- Bewegung und Tanzen: Lernen mit dem ganzen Körper
- Musikvideos und multisensorisches Lernen
- Praktische Tipps: So nutzen Sie Musik zum Englischlernen
- Welche Lieder eignen sich für welches Sprachniveau?
- Musik im Englischunterricht bei Novakid
- Fazit: Musik als natürlicher Wegbegleiter beim Englischlernen
- Englisch lernen mit Musik senkt nachweislich die Sprechangst und schafft eine entspannte Lernatmosphäre
- Melodien und Reime wirken wie ein kognitiver Klebstoff – sie helfen dem Gehirn, sich neue Wörter leichter zu merken
- Bewegungslieder und Musikvideos mit Choreografie verstärken den Lerneffekt zusätzlich – der Körper hilft dem Gedächtnis
- Musikvideos sprechen mehrere Sinne gleichzeitig an und unterstützen so besonders nachhaltiges Lernen
- Am effektivsten ist Musik, wenn sie aktiv mit Lernaktivitäten kombiniert wird, statt nur nebenbei zu laufen
Englisch lernen mit Musik funktioniert deshalb so gut, weil Melodien, Reime und Wiederholungen dem Gehirn helfen, sich neue Wörter leichter zu merken und Sprachmuster ganz automatisch zu verinnerlichen. Für viele Eltern klingt das zunächst nach einer netten Zusatzbeschäftigung – ein Lied hier, ein Reim dort. Tatsächlich steckt aber deutlich mehr dahinter: Musik gehört zu den besonders wirkungsvollen Methoden, um Englisch zu lernen, weil sie Hören, Bewegung und Gefühl auf einzigartige Weise miteinander verbindet.
In diesem Artikel erfahren Sie, was beim Englischlernen mit Liedern im Gehirn passiert, welche konkreten Vorteile Musik für den Spracherwerb hat und wie Sie das Ganze zuhause praktisch umsetzen können. Konkrete Empfehlungen für Lieder zum Englischlernen finden Sie in unserem separaten Artikel zu englischen Kinderliedern – hier geht es vor allem darum, warum Musik beim Englischlernen so gut funktioniert.
In diesem Video erfahren Sie vier Gründe (auf Englisch) – und viele weitere finden Sie im nächsten Abschnitt.
Warum Musik beim Englischlernen so wirkungsvoll ist
Sprache und Musik werden im Gehirn über teilweise überlappende Areale verarbeitet. Das erklärt, warum sich Wörter, die in eine Melodie eingebettet sind, oft leichter einprägen als Wörter aus einem Lehrbuchtext. Melodien und Reime wirken dabei wie eine Art kognitiver Klebstoff: Sie verbinden Klang und Bedeutung so miteinander, dass sich beides gemeinsam abspeichert – wer die Melodie im Kopf hat, erinnert sich oft automatisch auch an den Text.
Erklären lässt sich dieser Effekt auch mit der sogenannten Dual-Coding-Theorie aus der Kognitionsforschung: Wenn Klang (die Melodie) und Sprache (der Text) gemeinsam verarbeitet werden, entstehen stärkere Gedächtnisspuren, als wenn Text ganz ohne Musik gelernt wird. Zusätzlich aktiviert Musik nachweislich Gehirnregionen, die eng mit Gedächtnis und Belohnungsempfinden verknüpft sind – ein Grund, warum sich mit Liedern gelernte Wörter oft so hartnäckig im Kopf festsetzen.
Hinzu kommt die emotionale Komponente. Musik schafft eine entspannte Lernatmosphäre und baut die Hemmung vor dem Sprechen ab – ein Effekt, der beim klassischen Vokabelpauken meist fehlt. Gerade Kinder, die sich beim freien Sprechen noch unsicher fühlen, profitieren davon: Beim Mitsingen steht nicht die korrekte Grammatik im Vordergrund, sondern der Spaß am Klang der Sprache. Diese gesenkte Hemmschwelle überträgt sich häufig auch auf andere Sprechsituationen.
Englisch lernen mit Liedern: Die konkreten Vorteile im Überblick
Musik unterstützt den Englischerwerb Ihres Kindes gleich auf mehreren Ebenen:
Wortschatz und Wiederholung
Refrains und wiederkehrende Textzeilen sorgen dafür, dass sich neue Vokabeln quasi von selbst einprägen. Diese Wiederholungen helfen, Wörter besser zu merken, ohne dass es sich wie stures Auswendiglernen anfühlt. Viele englische Kinderlieder kommen dabei mit überraschend wenig, aber klar wiederkehrendem Wortschatz aus – klassische Reime wie „Itsy Bitsy Spider“ oder „I’m a Little Teapot“ enthalten jeweils nur rund 20 verschiedene Wörter und eignen sich gerade deshalb ideal für den Einstieg.
Aussprache und Sprachrhythmus
Mitsingen trainiert Sprachrhythmus und Artikulation ganz automatisch. Weil Lieder einen festen Takt und eine klare Betonung vorgeben, können sie Kindern helfen, Aussprache, Betonung und Sprachrhythmus natürlicher zu entwickeln.
Hörverständnis
Wer Songtexten aktiv zuhört, trainiert automatisch das Hörverstehen. Besonders wirksam wird das, wenn Kinder unbekannte Wörter aus dem Text herausfiltern oder Lücken in bekannten Liedtexten ergänzen – so wird aus passivem Hören aktives Lernen.
Alltagssprache und Redewendungen
Liedtexte enthalten oft umgangssprachliche Ausdrücke und Redewendungen, die in klassischen Lehrbüchern kaum vorkommen. Dadurch lernen Kinder nicht nur „Schulenglisch“, sondern bekommen ein Gefühl dafür, wie im Alltag wirklich gesprochen wird.
Kultureller Einblick
Songs geben Kindern einen Einblick in die Kultur und Ausdrucksweise der englischsprachigen Welt. Das macht das Lernen greifbarer und motiviert zusätzlich, da die Fremdsprache so nicht abstrakt bleibt, sondern mit echten Themen, Emotionen und Geschichten verknüpft wird.

Bewegung und Tanzen: Lernen mit dem ganzen Körper
Wer beim Englischlernen mit Musik nicht nur zuhört, sondern sich auch bewegt, lernt nachweislich noch effektiver. Forschung zur sogenannten Total Physical Response (TPR) zeigt, dass die Kombination aus Singen und passenden Bewegungen den Vokabelerwerb stärker fördert als Singen oder Bewegung allein. Der Grund: Wenn Kinder ein Wort nicht nur hören, sondern gleichzeitig körperlich „erleben“, verankert sich die Bedeutung deutlich tiefer im Gedächtnis.
Das Schöne dabei: Die Bewegung muss nicht von den Eltern vorgegeben werden – viele Lieder liefern die Bewegungsanweisungen bereits im Text selbst mit. Bei klassischen Bewegungsliedern wie „Head, Shoulders, Knees and Toes“ oder „If You’re Happy and You Know It“ wird direkt im Song erklärt, was zu tun ist: klatschen, stampfen, auf Körperteile zeigen. Ihr Kind folgt einfach der Musik – und lernt dabei ganz nebenbei Körperteile, Verben und Alltagsausdrücke. Auch dazu passende Musikvideos machen die Bewegungen oft vor, sodass Kinder sie direkt nachahmen können, ohne dass jemand anleiten muss.
Musikvideos und multisensorisches Lernen
Musikvideos bieten einen zusätzlichen Vorteil gegenüber reinem Musikhören: Sie sprechen gleich mehrere Sinneskanäle auf einmal an. Bild, Ton, Bewegung und – bei eingeblendetem Text oder Untertiteln – auch die Schriftsprache wirken zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Dieses Zusammenspiel verschiedener Sinneskanäle kann Kindern dabei helfen, neue Wörter leichter mit Bedeutung zu verknüpfen.
Für Ihr Kind bedeutet das: Ein Musikvideo mit eingeblendetem Songtext ist oft lernwirksamer als das gleiche Lied nur im Hintergrund. Besonders hilfreich sind Videos, in denen Handlungen im Text auch visuell dargestellt werden – etwa wenn im Song von „running“ die Rede ist und im Video tatsächlich jemand rennt, oder wenn eine Tänzerin die passende Bewegung zum Wort vormacht. Diese Verbindung aus Wort, Bild und Bewegung erleichtert es, die Bedeutung auch ohne Übersetzung zu erschließen – und liefert gleichzeitig die Motivation zum Mitmachen, ganz ohne Zutun der Eltern.
Praktische Tipps: So nutzen Sie Musik zum Englischlernen
Musik allein reicht nicht – am effektivsten sind Kinderlieder zum Englischlernen, wenn sie mit kleinen Lernaktivitäten kombiniert werden. Hier ein paar Ideen, die sich leicht in den Familienalltag integrieren lassen:
- Aktiv statt passiv hören: Lassen Sie die Musik nicht nur im Hintergrund laufen, sondern ermuntern Sie Ihr Kind, gezielt zuzuhören – zum Beispiel mit der Aufgabe, bestimmte Wörter herauszuhören oder mitzusingen. Musikvideos mit eingeblendetem Text eignen sich dafür besonders gut, da sie Bild, Ton und Schrift gleichzeitig verbinden.
- Eine eigene Playlist anlegen: Ob mit Spotify oder einer anderen App – stellen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine Playlist mit seinen Lieblingssongs zusammen und hören Sie diese regelmäßig. Entscheidend ist, dass die Lieder Ihrem Kind wirklich gefallen – nur was gerne gehört wird, wird auch oft genug wiederholt, um im Gedächtnis hängen zu bleiben.
- Bewegungslieder und Tanzvideos nutzen: Suchen Sie gezielt Songs und Musikvideos aus, die Bewegungen bereits vormachen oder im Text vorgeben – so kommt die Motivation zum Mitmachen aus der Musik selbst.
- Lückentexte ergänzen: Drucken Sie den Songtext aus und lassen Sie einzelne Wörter weg. Ihr Kind ergänzt sie beim Hören – das trainiert gezielt das Hörverständnis.
- Kopfhörer einsetzen: Kopfhörer helfen dabei, sich besser auf einzelne Wörter und die Aussprache zu konzentrieren, ganz ohne Ablenkung.
- Feste Routine schaffen: Ein kurzes, klar strukturiertes Zeitfenster von etwa 15 Minuten reicht oft schon aus, um Musik regelmäßig und wirkungsvoll ins Lernen einzubauen.
- Karaoke machen oder eigene Strophen schreiben: Ob mitsingen mit Text auf dem Bildschirm oder eigene kurze Zeilen zu bekannten Melodien dichten – beides festigt Aussprache, Betonung und aktiven Wortschatz auf spielerische Weise.
Welche Lieder eignen sich für welches Sprachniveau?
Nicht jedes Lied ist für jedes Kind gleich gut zum Englischlernen geeignet – aber die Bandbreite ist größer, als viele denken. Als Faustregel gilt: Je klarer die Aussprache und je langsamer das Tempo, desto besser eignet sich ein Song für den Spracherwerb.
Kinder, die gerade erst mit Englisch starten (Pre-A1), profitieren besonders von klassischen Kinderreimen wie dem ABC-Song oder einfachen Bewegungsliedern mit stark wiederkehrendem Wortschatz. Schon auf A1- und A2-Niveau können viele Kinder aber auch einfache, eingängige Popsongs mit klarer Aussprache und überschaubarem Wortschatz gut verstehen. Für fortgeschrittenere Lernende auf B1- bis B2-Niveau eröffnen sich dann auch aktuelle Popsongs als Möglichkeit, die Sprachkenntnisse weiter auszubauen – von Hits von Ed Sheeran über Bruno Mars bis Taylor Swift reicht die Bandbreite an englischsprachigen Liedern mit vergleichsweise klarer Aussprache.
Eine ausführliche, nach Kategorien sortierte Auswahl an Kinderliedern zum Englischlernen finden Sie in unserem Artikel Englische Kinderlieder: Die besten Songs zum Englischlernen für Kinder.
Damit Musik langfristig zum Lernerfolg beiträgt, kommt es nicht nur auf die Lieder selbst an, sondern auch darauf, wie sie eingesetzt werden. Genau diesen spielerischen, altersgerechten Ansatz nutzt auch Novakid im Englischunterricht.
Musik im Englischunterricht bei Novakid
Auch im Englischunterricht bei Novakid spielt Musik eine wichtige Rolle. Unsere Lehrkräfte setzen Lieder, Reime und Singspiele gezielt ein, um den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und die Motivation der Kinder hochzuhalten. Da der Unterricht 1:1 stattfindet, kann die Lehrkraft dabei genau auf das Sprachniveau und die Interessen Ihres Kindes eingehen – mit passenden Kinderliedern für die Jüngsten oder motivierenderen Songs für ältere Lernende.
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Fazit: Musik als natürlicher Wegbegleiter beim Englischlernen
Kinderlieder auf Englisch sind weit mehr als eine nette Ergänzung zum klassischen Lernen – Melodien, Bewegung und Wiederholung wirken auf mehreren Ebenen gleichzeitig zusammen und machen den Spracherwerb spürbar leichter. Ob beim Mitsingen, Tanzen oder Anschauen eines Musikvideos: Wichtig ist vor allem, dass die Musik Ihrem Kind wirklich gefällt und regelmäßig gehört wird. Schon kleine, spielerische Impulse im Alltag reichen aus, um Wortschatz, Aussprache und Hörverständnis nachhaltig zu fördern – ganz ohne Druck und mit jeder Menge Spaß.
Quellen
- Asher, J. J. (1969). The Total Physical Response Approach to Second Language Learning. The Modern Language Journal, 53(1), 3–17.
- Krashen, S. D. (1982). Principles and Practice in Second Language Acquisition. Pergamon Press.
- Murphy Odo, D. (2022). Examining the influence of English songs on English L2 lexical learning: A quantitative meta-analytic review. Language, Culture and Curriculum, 35(4).
- Paivio, A. (1971). Imagery and Verbal Processes. Holt, Rinehart and Winston.
- Sutton, D., & Webb, S. (2026). The effects of audiovisual input on second language learning: A meta-analysis. Studies in Second Language Acquisition, 48(2), 571–595.
- Thompson, R. M., Salig, L. K., & Slevc, L. R. (2025). Is musical ability related to second-language acquisition? A meta-analysis. Royal Society Open Science, 12(1), 241193.
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Questions and answers
Musik ist mehr als nur Unterhaltung nebenbei – sie ist eine wissenschaftlich anerkannte und effektive Methode, um Englisch zu lernen. Melodien unterstützen das Gedächtnis, senken die Angst vor dem aktiven Sprechen und verbessern gleichzeitig Aussprache und Hörverständnis.
Bereits sehr junge Kinder profitieren von einfachen Reimen und Kinderliedern wie dem ABC-Song. Mit steigendem Sprachniveau verstehen Kinder zunehmend auch einfache Popsongs, während komplexere Songs sich für fortgeschrittenere Lernende eignen.
Es muss keine große Lerneinheit sein – schon ein kurzes, regelmäßiges Zeitfenster von rund 15 Minuten am Tag reicht aus, um spürbare Fortschritte zu erzielen, wenn das Hören mit kleinen aktiven Übungen kombiniert wird.
Passives Hören allein hat einen begrenzten Lerneffekt. Am wirkungsvollsten ist Englischlernen mit Liedern, wenn sie mit Lernaktivitäten wie Mitsingen, Tanzen, Lückentexten oder gezieltem Zuhören kombiniert werden.
Ja. Wenn Kinder Wörter nicht nur hören, sondern gleichzeitig mit einer Bewegung verbinden, verankert sich die Bedeutung nachweislich tiefer im Gedächtnis. Viele Bewegungslieder und Musikvideos liefern die passenden Bewegungen bereits mit, sodass Kinder ganz von selbst mitmachen.
Am besten geeignet sind Lieder mit klarer Aussprache, nicht zu schnellem Tempo und häufigen Wiederholungen im Text. Konkrete Empfehlungen finden Sie in unserem Artikel zu englischen Kinderliedern.
Der Hauptnutzen von Musik liegt vor allem bei Wortschatz, Aussprache und Hörverständnis. Grammatikstrukturen lassen sich zwar teilweise über wiederkehrende Satzmuster in Liedern aufnehmen, sollten aber zusätzlich gezielt geübt werden – etwa im strukturierten Englischunterricht bei Novakid.
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